Singapur: Ich hab heute leider kein Zimmer für dich

Viel unternehmen lässt sich leider nicht zurzeit, da ich den ganzen Tag in der Uni verbringe. Mehr Orgakram, als eigentliche Arbeit. Mehr Facebook, als Literaturrecherche.

Zurzeit häng ich noch an dem ganzen Dokumentenzeug, welches ausgefüllt werden will, auf den medizinischen Test wartet und erst danach weitergeht. Morgen klärt sich das hoffentlich alles.

Zurzeit sieht man Tag eher so aus: Morgens so gegen 07:15 Uhr aufstehen, gegen 08:00 Uhr auf den Weg zum Bus und ca. 45-60 min zur Uni fahren. Den Tag verbringen. Abends zurück fahren, auf dem Weg einkaufen. Und danach steht dann auch nicht mehr groß was an. So langsam nimmt die Routine überhand. Na ja, fast.

In der Uni verlaufe ich mich trotzdem immer noch, sie ist so groß. Aber so nach und nach finde ich die Wege heraus, kann sie mir auch merken und muss nicht mehr eine Stunde lang nach einem Raum suchen, in dessen Gebäude ich war, aber auf der falschen Seite. *hust* Aber wie gesagt, die Uni ist auch ihre eigene Stadt. Damit ihr mal einen kleinen Eindruck davon bekommt, habe ich euch einige wenige Fotos geschossen. Ich habe sogar das erste Plumpsklo live gesehen. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber wer’s nicht anders kennt, warum nicht. Wir werden auf jeden Fall keine Freunde 🙂 Falls ihr das mal benutzen wollt/müsst und nicht wisst wie, dann gibt es bei 2 on the go eine ausführliche Anleitung mit einigen Schmunzlern!

Impressionen von der NTU Singapur
Einige Impressionen der NTU Singapur

Ich glaube das spannendste in den letzten beiden Tagen, war der Besuch eines Geckos in meinem Zimmer. Vollkommen müde und fertig vom Tag wollte ich abends nur noch duschen und was zu essen machen, komm zurück, pack meine Sachen ins Bett und falle fast tot um. Sitzt da ein Gecko an meiner Wand. Wir sind uns aber nach ca. 30 Minuten wohl einig geworden, dass unser Zusammenleben keine Zukunft hat und er hat sich wieder verabschiedet. Wobei ich mir sicher bin, dass hier grade eine Mini-Version rumläuft und sich gut versteckt. Solange er mir nicht alles zukackt, kann er gerne auch hier wohnen. 😀

Gecko an der Zimmerwand
mein erster Gecko

Und das spannendste heute war die Livemusik auf dem Campus. Ich wollte mir nur einen Eiskaffee oder sonst was holen. Ich hab zurzeit mittags richtig schlimme Durchhänger – die Asiaten färben ab. Kennt ihr das Klischee, dass die mittags an ihrem Arbeitsplatz schlafen? Kein Klischee – pure Wahrheit. Zwischendurch, wenn ich da so durch das Büro ziehe, dann liegt da jemand mit Kissen auf dem Schreibtisch. Viele haben ihre Kissen sogar immer mit am Arbeitsplatz. Und das färbt ab. Ich brauche auch meine halbe Stunde mittags – keine Ahnung, ob das immer noch der Jetlag ist, oder dieses Klima hier. Wobei ich merke, dass ich mich doch recht fix an das Klima gewöhne. Klar, manchmal komm ich aus einem gekühlten Raum (sei es mein Zimmer, der Bus oder das Büro) nach draußen in die Hitze. Und wenn die Luftfeuchtigkeit wieder übertrieben hoch ist (80 bis über 90%), dann beschlägt meine Brille einfach aus dem Nichts. Wie beim Öffnen des Backofens. Was sogar ein recht realistischer Vergleich ist 😀 Aber ich schwitze nicht mehr so krass, wie am Anfang. Es ist Besserung in Sicht!

Was ich aber eigentlich sagen wollte: Heute war eine singapurische Band (keine Ahnung, ich glaub eine Schülerband) auf dem NTU Campus und haben da einige Songs gespielt. Das war ganz witzig, mitten am Tag, Livemusik zu hören. Hab mich zu den anderen gesellt und dann auch fleißig zugehört. Danach hab ich mir richtig Hipster-like einen Caramel-Swirl Macchiato von Dunkin Donuts gegönnt. Das beste bei dem Wetter und der Müdigkeit 😀

Liveband an der NTU
Studentische Band an der NTU auf dem North Spine

Für das Wochenende habe ich mir vorgenommen, mir wohl den chinesischen Garten anzusehen. Ich fahre jeden Tag vorbei, aber es wird abends immer so fix dunkel. Deshalb schieb ich das wohl auf den Samstag. Ansonsten schau ich mal, was ich noch so für Unfug treiben kann. Da findet sich sicher was 😀

Das war’s auch schon wieder. Ich hoffe, ich kann euch bald noch spannendere Geschichten liefern 🙂

Michelle

15 Kommentare zu „Singapur: Ich hab heute leider kein Zimmer für dich

  1. Ein unterhaltsamer Bericht, ich musste beim Lesen schmunzeln. Ein Plumpsklo hatten wir hier zu Hause auch lange noch, Landwirtschaft, 200 Jahre alte Gebäude. Ich bin gespannt auf deine weiteren Berichte, lg Bettina

  2. Liebe Michelle,
    spannender Einblick in deinen Uni-Alltag. Ich lese deine Texte gerne, weil ich selber noch nicht in Singapur war. Alles gute für dich. Mach weiter so.
    alles liebe angelika

  3. Ich lese gerne auf deinen Blog und beim Lesen kann man sich das Bildlich vorstellen. Freue mich au das nächste erlebte.

    LG
    Julia

  4. Da gibst Du uns einen ganz großartigen Eindruck von Deinem Studentenleben. Der Gecko schaut ja vielleicht ab und an vorbei, jetzt wo ihr fast Mitbewohner geworden wärt. Du kannst mehr solcher Artikel veröffentlichen, das Lesen hat richtig Spaß gemacht.
    Alles Liebe
    Annette

  5. Echt cool dein Beitrag und mutig in so einem Land zu studieren. Musste an manchen Stellen schmunzeln.
    Kissen im Büro und schlafen, genau mein Ding. Plumpsklo kenne ich noch von Frankreich und findet man dort immer noch. Schrecklich
    Ich wünsche dir eine tolle Zeit dort. Pass auf dich auf.
    Liebe Grüße Caro

    1. Liebe Caro, der Beitrag ist schon aus 2017. Mein Auslandssemester habe ich bereits vor über zwei Jahren absolviert 🙂

      Ja, die Toilettensituation war sehr gewöhnungsbedürftig

  6. Richtig spannender Beitrag! Ich kann mir das grade irgendwie total gut vorstellen, wie alle im Büro etc. mit einem Kissen ein kleines Mittagsschläfchen machen haha! 😀 😀
    Ich glaube, dass eine bisschen enspanntere Atmosphäre – egal ob am Arbeitsplatz oder in der S-Bahn – ganz gut tun würde! 🙂
    XX,
    http://www.ChristinaKey.com

    1. Ja, manchmal haut einen das Wetter einfach um. Wobei ich ca. 10 Tage später sagen muss, dass dieses schlimme Mittagstief abgenommen hat bzw. gar nicht mehr auftritt 🙂
      Vielen Dank 🙂

  7. Ich habe mal eben deine bisherigen Beiträge zu deiner Reise verschlungen und bin echt begeistert. Mach gerne mit den Berichten und den Bildern so weiter! Die Eindrücke sind echt toll, vor allem die Uni klingt bisher sehr faszinierend. Bei 40.000 Studenten ja aber auch nicht verwunderlich, dass das ganze wie eine kleine Stadt wirkt. 😀 Aber ich bin gespannt, was Du noch so von der Stadt, dem Land und der Kultur zu berichten hast, wenn Du mal etwas mehr Zeit hast. 🙂

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