Singapur: 6 Monate ohne Kaugummi

Welcome to Singapore

Da bin ich also: Alleine in einem völlig fremden Land am anderen Ende der Welt. Es ist super heiß und ich zerfließe. Und ich darf 6 Monate kein Kaugummi kau(f)en.

Der Flug mit der Lufthansa war super entspannt. Ich war ca. 11.5 Stunden von Frankfurt aus unterwegs. Es gab ein spätes Abendessen. Die Auswahl bestand aus einem vorbestellten vegetarischen Gericht, Rindergulasch oder Reis mit Hähnchen in Austernsauce. Dazu gab es ein Brötchen mit Butter und Camembert, einen Obstnachtisch und ein Stück Schokolade. Man wurde ausreichend mit Getränken versorgt (ich habe mir auch einen Baileys gegönnt :-)) und es gab sogar ein heißes, feuchtes Tuch um seine Haut bzw. sein Gesicht anzufeuchten. Die Luft war recht trocken.

Flugzeugfoto: Wolkenbedeckter Himmel
Auf dem Weg nach Singapur

Das Medienprogramm überzeugte mich auch und so konnte ich mich mit 2 Broke Girls, Bones und The Big Bang Theory den Flug über bespaßen. Nachts versuchte ich zu schlafen. Decken und ein Kissen gab es ebenfalls gestellt. Auch das Frühstück war sehr lecker. Es gab Rührei mit Hähnchen. Dazu wieder ein Brötchen mit Butter und Marmelade und einen Joghurt. Kurz nach dem Frühstück landeten wir auch in Singapur.

Flugzeugessen: Abendessen und Frühstück
Flugzeugessen: gar nicht so übel!

Der Flughafen hatten seinen Charme. Springbrunnen, aufwendige Dekoration, Koi-Teiche und der Sicherheitsbereich war komplett mit Teppich ausgelegt. Im Hintergrund dudelte Musik, die mich stark an die Sims erinnerte. Die Passkontrolle war kein Problem und auch sonst ging alles glatter als erwartet. Eine Dame fragte mich ob ich ein Foto von ihr mache könnte. Habe ich getan. Sie war so lieb, fragte was ich hier machen würde, ob ich allein sei und woher ich komme. Sie war ganz traurig als ich sagte, ich wäre alleine angereist. Aber begrüßte mich mit einem sehr herzlichen „Welcome to Singapore“, das ich heute nochmals hören durfte. Eine sehr herzliche Gemeinde hier!

Collage Changi Airport
Ankunft am Changi Airport und direkt überwältigt

Nachdem alles geklärt war und ich meinen Koffer hatte, begab ich mich in Richtung Taxistand. Dort stand eine lange Schlange, die aber super schnell abgearbeitet wurde. Immer wieder kamen neue Taxen. Als ob da ein Nest wäre 😀 Ich habe einen anfangs sehr stillen Taxifahrer erwischt, aber sobald wir an dem Marina Bay Sands Hotel vorbei fuhren, hörte er gar nicht mehr auf mir von Singapur zu erzählen. Und auch er begrüßte mich mit einem sehr herzlichen „Welcome to Singapore“. Wie gesagt, sehr liebe Menschen hier.

Angekommen am Hostel bezahlte ich per Kreditkarte (wir sind gefühlt 30 km gefahren und ich habe umgerechnet nur 18 Euro bezahlt). Taxi fahren ist hier super günstig und ein echtes Abenteuer. Die Tourifahrt kann man sich sparen.

Das Hostel ist von außen sehr schön und groß. Aber hier herrschen strikte Regeln. Nachdem alle meine wichtigen Dokumente vorgezeigt und kopiert wurden, musste ich die Fingerabdrücke meiner beiden Daumen abgeben. Es wurde ein Foto gemacht und ich bekam einen Ausweis, mit dem ich Zutritt zum Hostelbereich habe. Ohne Ausweis, kein Zutritt. Und wer trotzdem hier rumschleicht, der wird von der Polizei abgeholt.

Regeln für den Zutritt zum Studenthostel
Singapur heißt nicht umsonst „the fine City“

Aber nicht nur das. Der Empfang von externem Besuch ist verboten. Wie gesagt: Ohne Access-Pass, kein Zutritt. Mädchen- und Jungsbereiche sind voneinander getrennt. Und wenn ich einen Jungen sehe, der zu einem Mädchen ins Zimmer geht oder andersherum, bzw. einen Jungen der im Mädchenbereich sich aufhält (dazu gehört bereits der „falsche Weg“) und vice versa, dann solle ich das doch fotografieren und melden. Auch ist es nicht erlaubt im Zimmer zu essen oder dieses vorzubereiten. Also was ganz anderes als in Deutschland. Ach ja: meine schönen weißen Wände darf ich leider nicht mit Postern oder Fotos schmücken :<

Das Zimmer ist groß genug, hat ein Bett, eine Klimaanlage (mein bester Freund <3), ein Regal, einen Schreibtisch und einen Kleiderschrank. Ein Mülleimer ist nicht vorhanden, ich muss dazu immer in die Küche rennen (oder zu einem beliebigen Mülleimer).

Zimmer im Matchbox Hostel, Singapur
Mein Zimmer: sehr kahl und steril

Es gibt Kabinenduschen und gemeinsame Toiletten (natürlich alles nach Geschlechtern getrennt). Wo die Waschmaschine steht, das finde ich noch heraus. Die Küche und den gemeinsamen Kühlschrank, den Lern- bzw. Bügelraum und den Essraum habe ich bereits ausfindig gemacht. Es gibt aber noch vieles mehr zu entdecken. Und da es hier schon halb 12 abends ist, beende ich hiermit Tag #001 und melde mich demnächst wieder!

Michelle

P.S. Ich habe übrigens sehr leckes Omelett Thai-Style gegessen (und bin auf rote Streifen reingefallen. Dachte es seien Paprika, waren aber Chilis. War etwas scharf – oops) und dazu Reis. Mit Getränk habe ich 5.5 S$ bezahlt, was ca. 3.40 € entspricht.

5 Kommentare zu „Singapur: 6 Monate ohne Kaugummi

  1. Ich lese mich gerade durch deine Berichte durch – das finde ich super, richtig live gebloggt, da kommt die Stimmung gut rüber. So eine lange Reise mit Studium in dem Alter finde ich total klasse, auch wenn man da öfter die Komfortzone verlässt.

    1. Ach, du bist ja witzig. Ich überarbeite jetzt gerade meine Fotos. Manche sind leider kaputt.
      Ursprünglich war der Blog auch nur für Familie und Freunde zum Storytelling. Die Berichte müssen unbedingt bleiben 🙂

      Und vielen Dank!

  2. Ich komme ja endlich dazu deinen Blog zu stalken! 😀 Boah wie krass streng dass da ist. Ich glaube das Zimmer wäre mir ja zu unpersönlich. Daran müsste ich mich erst gewöhnen. Voll doof, dass man da gar nichts aufhängen darf :/

    1. Hab eine Leiste an der Wand, da hab ich zwei Bilder hinter geklemmt und ich hab zwei Bilder in Bilderrahmen da stehen. Ich finde es auch total unpersönlich und würde das Hostel auch nicht wieder wählen, schätze ich. Es reicht zum Überleben, aber gemütlich ist was anderes.
      Aber hey, sind ja nur noch etwas über 4 Monate 😀

      1. Das schaffst du schon! So etwas weiß man ja leider auch nicht im Vorfeld… das ist ja immer das Problem bei solchen Sachen.

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