Rezension: Quer durch Rajasthan von Alexandra Sefrin

Werbung Quer durch Rajasthan – Ein individueller Roadtrip durch das Land der Tiger und Tempel: diesem Abenteuer haben sich Alexandra und ihre Familie gestellt. Sie haben eine selbstorganisierte Tour durch den indischen Bundesstaat Rajasthan unternommen und dabei einen Einblick in die indische Kultur bekommen. Nun hat Alex ihre Reisegeschichte in einem Buch niedergeschrieben, welches ich gelesen habe und dir nun vorstellen möchte.

in bunten Saris gekleidete Frauen in Ranthambore

Quer durch Rajasthan von Alexandra Sefrin

Auf 200 Seiten nimmt Alex dich mit 200 Bildern in 20 Kapiteln mit und zeigt dir ihren Familientrip durch Rajasthan. Wenn du hier einen klassischen Reiseführer erwartest, dann bist du falsch.

Bereits 1999 hatte Alexandra eine Reise nach Nordindien geplant, da sie dieses Land schon länger besuchen wollte. Leider spitzte sich der Konflikt um die nördlichste Region immer weiter zu und die Reise wurde auf Eis gelegt. Knapp 20 Jahre später sollte ein zweiter Versuch gestartet werden, welcher eher aus der Not heraus entsprang. Schulferien, Zeitverschiebung, Klima, Regenzeit und Flugzeit waren einige der ausschlaggebenden Faktoren.

Amber Fort
Amber Fort

Kopfkino: Von Klischees und Bedenken

Ich persönlich denke, dass jeder eine Art Kopfkino vor einer Reise hat und dass sich viele Klischees in den Gedanken tummeln. So ging es auch Alex. Denn ihre Familie hatte sie tatsächlich überstimmt, denn eigentlich war Indien nicht ihre erste Wahl für diese Reise. Sie hatte große Menschenmengen vor Augen, hatte Bedenken was den Lärm, das Müllproblem und die Armut anging. Die typischen Klischees eben. Dabei ist Indien auch als buntes und facettenreiches Land bekannt. Ein Land, dass die Meinungen spaltet.

Der Gedanke daran mit einem Rucksack durch die Hitze zu wandern und das Essen nicht zu vertragen, gehörten ebenfalls zu Alex‘ Bedenken. Doch sie wollte unbedingt den Palast der Winde und das Taj Mahal sehen.

Taj Mahal im Sonnenaufgang
Westseite des Taj Mahal

Quer durch Rajasthan: zwei Wochen durch Indien

Im Gegensatz zu sonstigen Reisen, hatten Alex und Jürgen ihre Reise dieses Mal stark durchgeplant. Sie hatten ihren eigenen Fahrer, Anil, und sich alle Unterkünfte zuvor gebucht. Denn zwei Wochen sind nicht besonders viel Zeit und wie die öffentlichen Verkehrsmittel wirklich unterwegs sind, wusste auch keiner. Somit konnte die Reise recht entspannt angegangen werden. Auch wenn der Start schon sehr holprig war.

Die Reise begann in Neu-Delhi und umfasste Stationen wie Agra, Udaipur, Jodhpur und Jaipur, aber auch unbekanntere Orte wie Ranthambore oder Ranakpur, bis sie letztendlich wieder in Neu-Dehli endete. Auf den vielen Stationen gab es vieles zu entdecken: Tempelanlagen, Stufenbrunnen und Nationalparks. Die indische Küche ist vielfältig und was macht man, wenn man die Karte nicht versteht? Man bestellt einfach querbeet durch.

Eines der Highlights war das Mausoleum Taj Mahal. Das UNESCO Welterbe befindet sich in Agra und ist ein beliebtes Touristenziel. Wusstest du, dass es zwei kleinere Gebäude links und rechts vom Taj Mahal gibt? Wusstest du auch, dass in Indien ein Prototyp des Taj Mahal steht? Sowas lernst du in Alex‘ Reisebericht!

Stufenbrunnen in Chand Baori
Stufenbrunnen in Chand Baori

Die Geschichte von Ganesha

Ganesha, die Hindu-Gottheit mit dem Elefantenkopf, hat eine große Bedeutung in Indien. Wobei Religion in Indien auch sehr vielfältig ist. Verschiedenste Gottheiten, die in bunten Tempelanlagen verehrt werden. Kennst du die Geschichte um Ganesha und warum er einen Elefantenkopf trägt?

Auch diese Sage erfährst du im Buch Quer durch Rajasthan.

Europäer in Indien: Feeling like a Popstar

Vielleicht kennen das einige von euch: als Europäer in Asien unterwegs zu sein (gilt sicher auch für andere Regionen) ist häufig ein Highlight für die Einheimischen. Das ist natürlich auch abhängig davon, wo genau du unterwegs bist und besonders blonde Menschen sind betroffen. „Can I take a picture with you?“ und prompt steht man im Mittelpunkt. Auch Alex und ihre Familie standen häufig als Fotomodels im Mittelpunkt, ganze Familien drängten sich um sie (bzw. besonders ihre Kinder) und wollten einen Schnappschuss ergattern. Ist das eine Art Trophäe? Nach meinen persönlichen Erfahrungen nach, würde ich das bejahen.

Doch auch einige der Inder freuten sich darüber fotografiert zu werden. Manchmal wurden Jürgen und Alex darum gebeten, ob sie Fotos von Familien oder Kindern machen konnten. Meist gab es beim Zeigen der Ergebnisse freudige Gesichter.

Lippenbär mit Jungem
Lippenbär im Tiger-Nationalpark

Rezension zu Quer durch Rajasthan

Quer durch Rajasthan ist mehr als nur eine Reisegeschichte. Mit den vielen schönen Bildern erinnert es eher an einen Bildband. Alex berichtet in der ich-Perspektive über ihre Familienreise durch einen Teil des spannenden Landes Indien. Dabei berichtet sie nicht nur von Friede, Freude, Eierkuchen, sondern berichtet ehrlich von ihren persönlichen Bedenken und Pleiten, Pech und Pannen. Gerade dieser authentische Erzählstil gefällt mir besonders gut, denn es gibt immer zwei Seiten einer Medaille.

Alex achtet darauf, dass sie neben ihrem Reisebericht nützliche Informationen einbaut und möchte Menschen ermutigen, ihre Reisen selbst zu planen und sich dem Abenteuer zu stellen. Indien ist ganz sicher kein einfaches Reiseland, aber Quer durch Rajasthan verursacht definitiv Fernweh. Besonders die bunten Bilder tragen zum Erlebnis Indien bei.

viele blaue Häuser in Bundi
Aussicht auf Bundi

Alex beschreibt ihren individuellen Roadtrip durch das Land der Tiger und Tempel sehr bildlich, die bunten Fotos unterstützen das Kopfkino ebenfalls. An manchen Stellen hätte ich mir sogar noch tiefergehende Einblicke gewünscht. Das Buch hat mich so gefesselt, dass es mir zwischendurch manchmal zu wenig war. Das ist jedoch ein dicker Pluspunkt für Alex, denn das heißt: ich würde gerne mehr von ihr lesen!

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich jedoch: manchmal werden laufende Sätze von Seiten mit wunderschönen Bildern unterbrochen, was für den Lesefluss nicht immer von Vorteil ist. Aber dann schaut man sich die Fotos an und liest danach den kompletten Satz – „Problem“ gelöst.

Ich habe das Buch an zwei Tagen verschlungen und kann es wirklich empfehlen um einen ersten Eindruck über Indien zu bekommen. Das Buch ist gut, um seine Vorurteile abzubauen und Mut zu fassen selbst so eine Reise zu machen. Beim Lesen bekommt man definitiv Fernweh. Alex schreibt sehr bildlich, was den/die LeserIn direkt in die Szenerie versetzt. Das gefällt mir sehr gut. Wenn du dich selbst überzeugen möchtest, kannst du in die Leseprobe von Quer durch Rajasthan – Ein individueller Roadtrip durch das Land der Tiger und Tempel schnuppern.

 

Wo kannst du Quer durch Rajasthan erhalten?

Das Buch kannst du über Alex‘ und Jürgens Blog Scenic-World bestellen: Quer durch Rajasthan – Ein individueller Roadtrip durch das Land der Tiger und Tempel auf Scenic-World.

Das Hardcover kostet 19,90 € und ist seit dem 1.7.20 im Buchhandel oder auf Amazon unter der ISBN 978-3981990867 erhältlich.

Cover von Quer durch Rajasthan: zwei Inder die auf zwei Elefanten reiten
Cover von Quer durch Rajasthan

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Alexandra hat bereits einen besonderen Thailand-Reiseführer verfasst. Schau gerne in meiner Rezension „DIY-Reisen Thailand“ vorbei.

 

Fotonachweis: Die Fotos wurden mir netterweise von Alex zur Verfügung gestellt. Diese sind von ihr und ihrem Mann Jürgen Erhardt.

Transparenz/Offenlegung: Alex hat mir netterweise ihr Buch in digitaler Form kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Rezension entspricht meiner persönlichen Meinung, die durch das kostenlose Rezensionsexemplar nicht beeinflusst wurde. An dieser Stelle möchte ich mich bei Alex für ihr Vertrauen und die tolle Zusammenarbeit bedanken.

19 Kommentare zu „Rezension: Quer durch Rajasthan von Alexandra Sefrin

  1. Wow! Die Bilder sind ja total eindrucksvoll! Das scheint ein interessantes Buch zu sein, wenn man dann doch Fernweh hat! Ich finde es schön, dass es kein „normaler“ Reiseführer ist 🙂

  2. Rajasthan sieht einfach nur toll aus und schürrt nur mehr mein Fernweh. Darf man zugeben, dass man nicht mal wusste, dass es das Land gibt? 🙂 Aber gerade deswegen liebe ich solche Beiträge. Man wird auch mal dazu inspiriert von den „üblichen“ Urlaubsorten wegzukommen.

    Liebe Grüße,
    Nadine

  3. Liebe Michelle,

    vor meiner ersten Indienreise war ich auch etwas skeptisch. Seitdem waren wir 4 Mal da. Sehr spannendes Land! Gerade Rajasthan in Kombination mit dem Taj Mahal wählen viele als erste Rundreise und das zu Recht. Ich will unbedingt noch einmal nach Indien reisen.

    So ein Reiseführer ist eine gute Vorbereitung auf das Reiseziel.

    Liebe Grüße
    Renate

  4. Oh ja das ist ein cooles Buch. Vor allem mag ich keine klassischen Reiseführer. Die sind langweilig und man merkt nie ob es dem Autor gefallen hat. Aber eine Familie auf Reisen, die ihr Buch schreiben und alles verpacken was sie erleben finde ich ansprechend.

    Hier bekommt man dann eben auch mal Dinge die nicht so toll laufen zu lesen. Ich denke ich muss mir das Buch mal besorgen.
    Dann kann ich mein Kopfkino beim Lesen spielen lassen.

    xoxo Vanessa

  5. Was für eine spannende Tour. Ich lese auch gern bei Alex im Blog und bin immer ganz begeistert, welche Reisen die Familie erlebt. 🙂
    Viele Grüße
    Tanja

  6. Hach, nach Indien würde ich auch gern mal reisen! Das muss ein absoluter Geschmacks- und Gefühlsflash sein! All die bunten Farben, die leckeren indischen Gerichte! Vielleicht zieht es mich ja irgendwann auch noch dorthin! Den Reiseführer finde ich sehr spannend, danke für die Vorstellung!

    Liebe Grüße
    Jana

  7. Liebe Michelle,
    Da gehe ich doch sehr gerne mit auf die virtuelle Reise! Mein Mann ist von Indien und Nepal total begeistert und möchte mich seit Jahren dazu bewegen, endlich einmal mitzukommen. Danke für die tollen Einblicke in Alex‘ Buch.
    Viele Grüße von Sanne

  8. So funktioniert echtes Miteinander 🙂 denn gemeinsam haben wir einfach eine große Reichweite.
    Da komme ich sehr gerne mit auf eine Reise im Kopfkino, auf die mich deine schöne Rezension mitgenommen hat.
    Ob ich mal persönlich vor Ort sein werde? Es bleibt abzuwarten. Bis dahin lese ich bei Alex 🙂 und Dir.

    Liebe Grüße, Katja

  9. Indien muss unheimlich faszinierend sein, allerdings vermute ich, dass es mich trotzdem niemals dahin verschlagen wird – obwohl ich schon gerne mal den Taj Mahal sehen würde. Tolle Rezension auf jeden Fall, die mich schon auch wieder ein Stück weit neugierig(er) gemacht hat,

    1. Ich glaube, da hat jeder seine eigenen Präferenzen. Ich muss zum Beispiel selbst nie nach Amerika, wobei mein Freund hin möchte 🙂
      Der Taj Mahal ist sicher in Echt richtig beeindruckend.

  10. Indien steht nicht unbedingt ganz oben auf meiner Bucketlist, aber gerade Rajasthan hat doch einen gewissen Reiz… irgendwann muss ich mir das auch mal anschauen!

  11. Liebe Michelle, ich finde deine Rezension des Buches „Quer durch Rajasthan“ sehr gelungen. Das Buch macht mich neugierig, nicht mal, weil ich für Indien brenne, sondern weil du es als ein Buch beschreibst, das unterhaltsam geschrieben und nett gestaltet ist. Mit interessanten Bildern zum gucken und staunen, siehe den Lippenbär. Und die Lösung des Rätsels mit dem Elefantenkopf würde ich mir zum Beispiel ganz gerne erlesen 🙂 … liebe Grüße Bettina

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