Von Matratzen auf Abwegen und Pärchen, die keine sind

Ich habe euch ja bereits von der Container-Frau in Helsinki erzählt. Und auch von den schimpfenden Senioren in Singapur, denen ich ihr Essen nicht bezahlen wollte. Ach – und mein nicht so herzlicher Empfang in Paris war auch dabei! Der Beitrag dazu lief im Rahmen einer Blogparade von MitKindimRucksack zu den „verrücktesten Urlaubserlebnissen„.

Nina, Sebastian und Sohn Karl von Karl-reist.de sammeln nun die „lustigsten Reiseerlebnisse„. Ihre Reiseerlebnisse geben sie in ihrem Aufrufspost wider. Was meint ihr was Modern Talking und Malaysia miteinander zutun haben?

Ich habe da noch zwei Geschichten in petto: eine aus 2018 aus Jakarta und eine, die sich bereits 2010 in Barcelona abgespielt hat.

„Seid ihr ein Pärchen?“

Im Februar 2018 reiste ich alleine von Singapur aus nach Jakarta für einen Wochenendtrip. Ich wollte Indonesiens Hauptstadt unbedingt sehen, hatte aber niemanden der mich begleiten hätte können/wollen. Somit entschloss ich auf eigene Faust zu reisen. Im Hostel in Jakarta saß ich unten im Gemeinschaftsraum und wartete, dass ich einchecken konnte. Eine weitere, männliche Person, Sam aus Algerien, kam nur kurz nach mir und wartete somit ebenfalls. Erst guckte man sich immer mal wieder an und irgendwann kam man dann ins Gespräch. Wir konnten nach einer Weile zusammen einchecken und bekamen in dem Mehrbettzimmer die Betten direkt gegenüber voneinander. Da wir uns gut verstanden, beschlossen wir gemeinsam die Hauptstadt zu erkunden.

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Mit Ell (Mitte) und Sam (rechts) vor dem MONAS (Monumen Nasional) in Jakarta

Als wir erneut im Gemeinschaftssaal waren, trafen wir unter anderem auf Anthony aus den USA. Dieser war auch bereits bei unserem Check-in in dem Raum und hatte uns wieder erkannt. Scheinbar herrschte eine solch gute Chemie zwischen Sam und mir, dass er (und auch später weitere Backpacker) uns tatsächlich fragten, ob wir ein Paar seien. Dass wir uns erst wenige Minuten/Stunden kannten, das wollte uns keiner glauben.

 

Eine Matratze auf Abwegen

Unsere Abschlussfahrt in der Oberstufe ging in das schöne Barcelona. Sommer, Strand und Meer – ein Traum! Eine Freundin und ich wollten uns mit drei anderen Freundinnen aus dem Parallelkurs treffen, die ebenfalls in Barcelona waren. Wir verabschiedeten uns nach dem Besuch der „Las Ramblas“ von unserem Kurs und wagten uns in das Abenteuer „Busfahren in Spanien“. Wir hatten eine etwas längere Strecke vor uns und unterhielten uns. Dabei genoßen wir die Aussicht aus dem Fenster.

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Barcelona, 2010

Auf einer Art Autobahn ruckelte plötzlich der gesamte Bus, doch der Busfahrer entschied sich dagegen anzuhalten. Das Ruckeln stoppte nicht und irgendwann entschied der Busfahrer doch das Gefährt zu stoppen. Mitten auf der Straße. Er stieg aus und wollte nachsehen, was passiert war. Was könnte also passiert sein?

a) Ein Reifen ist geplatzt, weshalb der Bus nicht sicher weiterfahren konnte.

b) Ein technischer Defekt war Ursache für den seltsamen Fahrstil.

c) Eine 1.40 x 2 m Matratze lag auf der Straße und hatte sich unter dem Bus verfangen. Der Busfahrer musste mit der Hilfe mehrerer Personen die Matratze unter dem Bus entfernen.

Ja, kein Witz! Mitten auf der Autobahn hatte scheinbar jemand seine Matratze verloren und genau unser Bus zog diese mit sich mit. Sowas hab ich vorher und seit dem nie wieder erlebt! Ist euch so etwas absurdes mal passiert? Haut in die Tasten und erzählt mir davon in den Kommentaren 🙂

 

10 Kommentare zu „Von Matratzen auf Abwegen und Pärchen, die keine sind

  1. Ach solche Anekdoten lese ich sehr gerne. Bei der Matratzen Story musste ich ganz schön schmunzeln. Habe auch einen Blog Post zu meinen bizarrsten und lustigsten Reiseerlebnissen geschrieben. Das gruseligste war auf jeden Fall ein Typ, der sich bei mir einquartieren und nicht mehr davon abbringen lassen wollte, weil er mir mit meinem Gepäck geholfen hatte.

  2. Tolles Thema und dazu kann ich auch etwas beitragen 😉

    Mein verrücktestes Erlebnis war ein Städtetrip nach Madrid im April 2010, wo ich mich schon vor dem Flug im Hausflur eingesperrt hatte (Wohnungstür zugezogen und unten war die Haustür verschlossen) und dann über den 1. Stock und über das Vordach mit meinem Gepäck rausklettern musste.
    In Madrid angekommen brach dann der isländische Vulkan Eyjafjallajökull aus und wir (2Freunde und ich) musste über Landweg wieder zurück. Mit dem Bus ging es nach San Sebastian und dann über die Grenze nach Frankreich. Dort angekommen waren die Zugtickets für den TGV für die nächsten zwei Tage ausverkauft, doch glücklicherweise wurde mal wieder gestreikt bei SNCF und somit wurde auch nicht kontrolliert (TGV Tickets haben immer einen Sitzplatz und der Zug war zum Platzen voll. Wir waren wohl nicht die Einzigen ohne Tickets ;-)).
    Wir wussten, dass wenn wir es bis Paris schaffen, wir so gut wie daheim sind. Und wir kamen nachts um 1 in Paris an, suchten nach den nächsten verfügbaren Tickets nach Deutschland und buchten, was als nächstes ging.
    Wir hatten dann Tickets für 9Uhr und hatten somit genügend Zeit uns noch Paris bei Nacht anzuschauen (das Wetter war toll und die Nacht fantastisch) und morgens frisches Pain au chocolat zu essen.
    Im Zug bin ich dann sofort eingeschlafen, da ich hundemüde war. Ein Tag später als geplant, war ich dann daheim und die Reise unvergesslich 😀

    Viele Grüße,
    der Schwabenbummler

  3. Ich war auch vor ein paar Jahren in Barcelona. Die Stadt ist einfach toll. Ich würde jetzt ja auch gerne eine verrückte oder lustige Urlaubsstory erzählen, aber leider habe ich keine. 😀

    Liebe Grüße,
    Jenny

  4. In Barcelona waren wir auch 2017, Gott sei Dank ohne Matratze unterm Bus 🙂 Dafür aber eine Woche vor diesem Anschlag. Na ja weniger amüsant! Trotzdem denken wir noch gern an die kurze Zeit in Spanien zurück! Mal sehen, ob es uns dort noch mal hinzieht!

    Ich hab vorhin unseren Beitrag zur Blogparade mit den Reiseandenken getrippt! Der geht in ein paar Tagen online, hab dich auch darin verlinkt 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

    1. Barcelona ist schön, aber wenn man so kurz vor einem Anschlag da war, dann ist das natürlich etwas beklemmend.

      Herzlichen Dank, bin sehr gespannt auf deinen Beitrag 🙂

  5. Wenn man Luftlinie ca. 500km von zuhause im dm von Kunden von zuhause angesprochen wird, mit deren vollen Überzeugung ich sei meine Schwester und möchten eine Beratung von mir.
    1. habe ich keine Schwester
    2. war ich selbst am shoppen und hatte im Urlaub auch nur Privatkleidung an
    Schmunzeln müssen wir bis heute, wenn sie bei uns „zuhause“ einkaufen kommt.
    Schöne Blogreihe die ihr da ins Leben gerufen habt!
    Liebe Grüße, Lousie

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