Die kulinarische Weltreise: Gimbap und Hotteok aus Korea

Volker von volkermampft lädt erneut zur kulinarischen Weltreise ein: Es ist Oktober und Zeit für ein neues Reiseziel. Wir reisen erneut nach Asien und befinden uns diesen Monat in Korea.
Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in KoreaDie koreanische Küche ist sehr spannend und vielfältig. Wie auch bei den meisten anderen asiatischen Kulturen, gehört Reis zu einem der Hauptbestandteile. Doch das bekannte Kimchi gibt es nur in der koreanischen Küche. Dieses möchte ich euch heute aber nicht vorstellen.
Ich habe mich an die koreanische Variante von Sushi, Gimbap, und koreanische Pancakes, Hotteok, gewagt. Das war ein leckeres Sonntagsessen. Meinem Freund hat es auch geschmeckt. Also scheine ich alles richtig gemacht zu haben.

 

Rezept für koreanisches Sushi: Gimbap

Der wesentliche Unterschied zwischen Sushi und Gimbap liegt in den Algenblättern und in der Füllung. Während Sushi häufig nur eine Komponente oder Fisch enthält, wird Gimbap meist vegetarisch mit verschiedenen Zutaten zubereitet. Außerdem unterscheiden sich die Algenblätter. Während beim japanischen Sushi Nori-Blätter genutzt werden, wird beim Gimbap der Purpurtang Gim benutzt. Der Name Gimbap setzt sich zusammen aus dem koreanischen Gim (dt: Purpurtang) und Bab (dt: gekochter Reis).

Zutaten für Gimbap

Für 8 Rollen

8 Blätter Gim (ersatzweise auch Nori-Blätter)

2 Tassen Klebreis

Sesamöl

2 Eier

1 Möhre

1/2 Paprika

1/3 Gurke

selbstgemachtes Gimbap

Zubereitung von Gimbap

  • Als erstes wird der Reis gekocht. Zwei Tassen Reis werden mit ca. 2-3 Tassen Wasser 15 Minuten gekocht, danach lässt man den Reis ca. 20 Minuten abgedeckt aufquellen, bis das gesamte Wasser verbraucht ist. Mit 3 Teelöffeln Sesamöl wird der Reis vermischt und im Anschluss bei Zimmertemperatur abgekühlt.

  • Während der Reis abkühlt, können die zwei Eier verquirlt und zu einem Omelette gebraten werden. Das fertige Omelette wird in Streifen geschnitten.

  • Möhren und Gurke werden geschält und anschließend in Streifen geschnitten. Die Paprika wird entkernt und ebenfalls in Streifen geschnitten.

  • Wenn der Reis abgekühlt ist, kann dieser auf das Algenblatt (Gim oder Nori) aufgebracht werden. Die glänzende, glatte Seite der Alge wird dabei nach außen gelegt. Zum Füllen des Gimbap werden ca. 2-3 Esslöffel mit Reis auf das Blatt geben und glattgestrichen. Dabei ist es wichtig, dass ungefähr 2-3 cm auf einer Seite unbeschichtet bleiben, damit man die Rolle vernünftig befestigen kann. Die Reisschicht sollte auch möglichst dünn sein.

  • Im Abstand von ungefähr 2 cm zum Rand (mit Reis beschichtet) wird die Füllung hinzugefügt und danach eingerollt. Viele nutzen dazu eine Bambusmatte, ich rolle es händisch ein.

  • Die fertige Rolle kann dann in 8-10 Stücke geschnitten und nach Belieben mit Sojasauce serviert werden.

Zum besseren Verständnis: eine Skizze, wie das Algenblatt beschichtet wird.

Schemazeichnung zur Zubereitung von Sushi/Gimbap

Rezept für koreanische Pancakes: Hotteok

Koreanische Pancakes (Hotteok) sind ein Streetfood Highlight in Korea. Das besondere an den Pancakes ist, dass diese gefüllt sind. Die klassische Füllung besteht aus Nüssen, Zimt und braunem Zucker, mittlerweile gibt es aber eine große Variation. Somit sind auch herzhafte Füllungen wie Käse erhältlich.

Zutaten für Hotteok

Für 4 Pfannkuchen

Teig

180 g Mehl

125 mL lauwarme Milch

1 TL Zucker

1 TL Trockenhefe

eine Prise Salz

Öl zum Braten

Füllung

eine Handvoll Nüsse (üblich sind Walnüsse)

3 EL brauner Zucker

1/2 TL Zimt

2 EL Wasser

koreanischer Pancake mit karamellisierten Walnüssen

Zubereitung von Hotteok

  • Mehl, Hefe, Salz und Zucker in einer Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch dazugeben und die Zutaten zu einem Teig kneten.

  • Der abgedeckte Teig wird für eine Stunde gehen gelassen.

  • Anschließend wird Luft aus dem Teig geknetet, danach wird der Teig weitere 20 Minuten abgedeckt gehen gelassen.

  • Die Nüsse werden zerkleinert und mit Wasser, Zimt und braunem Zucker in eine heiße Pfanne gegeben bis sie karamellisiert sind.

  • Der fertige Teig wird in vier gleichgroße Teile zerteilt und zu Kugeln geformt. Die Kugeln werden plattgedrückt, in der Mitte mit Nüssen belegt und die Ränder werden eingeklappt. Die Teiglinge werden flachgedrückt und in einer Pfanne mit Öl kurz gebraten, bis der Teig goldbraun ist. Achtung: der Pancake wird sehr schnell dunkel!

  • Tipp: Hotteok gefült mit kandierten Nüssen lässt sich sehr gut mit Ahornsirup essen!

Weitere Rezepte aus Korea

Euch reichen diese beiden koreanischen Rezepte nicht? Dann findet ihr viele weitere Leckereien bei den teilnehmenden Blogs der kulinarischen Weltreise:

Küchenlatein: Mungobohnenpfannkuchen

Petra von Chili und Ciabatta: Gochujang Schweinetopf

Britta von Brittas Kochbuch: Rindfleisch Bulgogi

Volker von volkermampft: Khanpunggi – Hähnchen mit Knoblauch nach Sarah Henke – Korea – Buchrenzension

Simone von zimtkringel: Jajangmyeong – Nudeln mit schwarzen Bohnen

Volker von volkermampft: Koreanische Nudelsuppe mit Kimchi

Simone von zimtkringel: Blumenkohl-Kimchi

Sylvia von Brotwein: Scharf gebratenes Schweinefleisch koreanisch

Turbohausfrau: Kimchi-Suppe

Tina von Küchenmomente: Hotteok – Pancakes aus Korea

Susanne von magentratzerl: Dakdoritang – Koreanischer Hähncheneintopf

Ronald von Fränkische Tapas: Koreanisches Sushi mit fränkischen Fischen

Petra von Chili und Ciabatta: Bindaetteok – Koreanische Mungbohnen-Pfannkuchen Surf and Turf

Melanie von Das Samstagsfrühstück: Frühstück in Korea – Haejang-guk

Volker von volkermampft: Koreanisches Rindergulasch

Britta von Brittas Kochbuch: Kimchi

Volker von volkermampft: Koreanische Restaurants in Hamburg – Seoul 1988 und mehr

22 Kommentare zu „Die kulinarische Weltreise: Gimbap und Hotteok aus Korea

  1. Hallo Michelle,

    da hast Du Dir ja zwei tolle Rezepte ausgesucht. Wie schon bei Roland geschrieben finde ich koreanisches Sushi so auf jeden Fall viel spannender als das japanische.

    LG Volker

  2. Da ich kein Fan von Reis bin und Gerichte damit meide, würde ich dann lieber zu den Hotteok greifen. Die sehen lecker aus und ich kann mir den Geschmack von dem Teig mit den Nüssen und dem Zimt förmlich vorstellen! Müsste ich glatt mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Jana

  3. Ich habe glaube ich noch nie koreanisch gegessen. Deine Rezeptvorschläge hören sich aber toll an. Da ich ein riesen Sushi-Fan bin, aber keinen Fisch mehr esse, werde ich das Gimbap bestimmt mal ausprobieren.
    Aber auch die Pancakes hören sich super lecker an. Ganz nach meinem Geschmack 🙂

  4. Du hast in Deinen koreanischen Reisrollen auch ein Omlett verbastelt.
    Das finde ich spannend und werde es auch einmal ausprobieren.
    Danke für den Tipp.

  5. Liebe Michelle,
    ui gleich zwei Rezepte! Ich fand Korea jetzt wirklich kulinarisch schwierig, zumindest im Bereich Süßspeisen. Das Sushi sieht großartig und die Hotteok sind echt superlecker.
    Herzliche Grüße
    Tina

    1. Für mich als Asienfan stand direkt von Anfang an fest: bei Korea muss ich dabei sein. Und die Hotteok klangen einfach super und Sushi mache ich sowieso immer gerne selbst:)

  6. Danke für das schöne Erklären der Unterschiede zwischen koreanischen und japanischen Reisrollen. Die Grafik wird sicher vielen Leuten helfen!

  7. So der Link ging jetzt an meinen halben Freundeskreis. Alle wollen nachkochen. Und ich bin auch sehr angfixt bei dem Gimbap.
    Aber ich kenne wirklich nur Kimchi und bin jetzt gebildeter aus dem Beitrag gegangen. Gut auch hungriger 😉

    Danke dir dafür <3
    xoxo Vanessa

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