Die kulinarische Weltreise: Gimbap und Hotteok aus Korea

Heute gibt es koreanische Küche: koreanisches Sushi und koreanische Pancakes habe ich mir herausgesucht. Das war ein leckeres Sonntagsessen. Meinem Freund hat es auch geschmeckt. Also scheine ich alles richtig gemacht zu haben.

Rezept für koreanisches Sushi: Gimbap

Der wesentliche Unterschied zwischen Sushi und Gimbap liegt in den Algenblättern und in der Füllung. Während Sushi häufig nur eine Komponente oder Fisch enthält, wird Gimbap meist vegetarisch mit verschiedenen Zutaten zubereitet. Außerdem unterscheiden sich die Algenblätter. Während beim japanischen Sushi Nori-Blätter genutzt werden, wird beim Gimbap der Purpurtang Gim benutzt. Der Name Gimbap setzt sich zusammen aus dem koreanischen Gim (dt: Purpurtang) und Bab (dt: gekochter Reis).

Zutaten für koreanisches Sushi

Für 8 Rollen

8 Blätter Gim (ersatzweise auch Nori-Blätter)

2 Tassen Klebreis

Sesamöl

2 Eier

1 Möhre

1/2 Paprika

1/3 Gurke

selbstgemachtes Gimbap

Zubereitung von Gimbap

  • Koche zu erst den Reis. Zwei Tassen Reis werden mit ca. 2-3 Tassen Wasser 15 Minuten gekocht, danach lässt man den Reis ca. 20 Minuten abgedeckt aufquellen, bis das gesamte Wasser verbraucht ist. Mit 3 Teelöffeln Sesamöl wird der Reis vermischt und im Anschluss bei Zimmertemperatur abgekühlt.

  • Während der Reis abkühlt, können die zwei Eier verquirlt und zu einem Omelette gebraten werden. Das fertige Omelette wird in Streifen geschnitten.

  • Möhren und Gurke werden geschält und anschließend in Streifen geschnitten. Die Paprika wird entkernt und ebenfalls in Streifen geschnitten.

  • Wenn der Reis abgekühlt ist, kann dieser auf das Algenblatt (Gim oder Nori) aufgebracht werden. Die glänzende, glatte Seite der Alge wird dabei nach außen gelegt. Zum Füllen des Gimbap werden ca. 2-3 Esslöffel mit Reis auf das Blatt geben und glattgestrichen. Dabei ist es wichtig, dass ungefähr 2-3 cm auf einer Seite unbeschichtet bleiben, damit man die Rolle vernünftig befestigen kann. Die Reisschicht sollte auch möglichst dünn sein.

  • Im Abstand von ungefähr 2 cm zum Rand (mit Reis beschichtet) wird die Füllung hinzugefügt und danach eingerollt. Viele nutzen dazu eine Bambusmatte, ich rolle es händisch ein.

  • Die fertige Rolle kann dann in 8-10 Stücke geschnitten und nach Belieben mit Sojasauce serviert werden.

Zum besseren Verständnis: eine Skizze, wie das Algenblatt beschichtet wird.

Schemazeichnung zur Zubereitung von Sushi/Gimbap

Eine Version von Gimbap mit fränkischen Fischen, hat Ronald dir verfasst.

Rezept für koreanische Pancakes: Hotteok

Koreanische Pancakes (Hotteok) sind ein Streetfood Highlight in Korea. Das besondere an den Pancakes ist, dass diese gefüllt sind. Die klassische Füllung besteht aus Nüssen, Zimt und braunem Zucker, mittlerweile gibt es aber eine große Variation. Somit sind auch herzhafte Füllungen wie Käse erhältlich.

Zutaten für Hotteok

Für 4 Pfannkuchen

Teig

180 g Mehl

125 mL lauwarme Milch

1 TL Zucker

1 TL Trockenhefe

eine Prise Salz

Öl zum Braten

Füllung

eine Handvoll Nüsse (üblich sind Walnüsse)

3 EL brauner Zucker

1/2 TL Zimt

2 EL Wasser

koreanische Pancakes (Hotteok) mit karamellisierten Walnüssen

Zubereitung koreanische Pancakes (Hotteok)

  • Mehl, Hefe, Salz und Zucker in einer Schüssel vermengen. Die lauwarme Milch dazugeben und die Zutaten zu einem Teig kneten.

  • Lasse den abgedeckten Teig für eine Stunde gehen.

  • Anschließend wird Luft aus dem Teig geknetet, danach wird der Teig weitere 20 Minuten abgedeckt gehen gelassen.

  • Zerkleinere die Nüsse und gebe sie mit Wasser, Zimt und braunem Zucker in eine Pfanne. Warte anschließend bis die Nüsse karamellisiert sind.
  • Zerteile den fertigen Teig in vier gleichgroße Teile und forme ihn zu Kugeln. Die Kugeln werden plattgedrückt, in der Mitte mit Nüssen belegt und die Ränder werden eingeklappt. Die Teiglinge werden flachgedrückt und in einer Pfanne mit Öl kurz gebraten, bis der Teig goldbraun ist. Achtung: der Pancake wird sehr schnell dunkel!

Tipp: Hotteok gefült mit kandierten Nüssen lässt sich sehr gut mit Ahornsirup essen

Möchtest du eine zweite Variante von Hotteok? Tina von Küchenmomente hat diese ebenfalls zubereitet.

Die kulinarische Weltreise: weitere Rezepte aus Korea

Volker von volkermampft lädt erneut zur kulinarischen Weltreise ein: Es ist Oktober und Zeit für ein neues Reiseziel. Wir reisen erneut nach Asien und befinden uns diesen Monat in Korea. Die koreanische Küche ist sehr spannend und vielfältig. Deshalb gibt es folgendermaßen die koreanischen Rezepte der teilnehmenden Blogs.

Zu einem leckeren Gericht benötigt man ja auch Getränke. Wie wäre es mit dem koreanischen Nationalgetränk Soju? Aber auch das Trendgetränk Dalgona-Coffee kannst du schnell selbst zuhause machen.

Wie wäre es mit Frühstück in Korea – Haejang-guk zum Start? Oder doch lieber typisch koreanisches Kimchi? Dann versuche eine koreanische Nudelsuppe mit Kimchi, wahlweise kannst du auch Blumenkohl-Kimchi ausprobieren. Oder du wagst dich an eine Kimchi-Suppe.

Darf es lieber ein Gericht mit Fleisch sein? Dann wäre der Schweinetopf Gochujang vielleicht das Richtige für dich. Andererseits könntest du dich an Rindfleisch Bulgogi oder Koreanisches Rindergulasch probieren. Aber auch Scharf gebratenes Schweinefleisch und Dakdoritang – Koreanischer Hähncheneintopf könnten deins sein.

Weitere koreanische Rezepte sind außerdem Mungobohnenpfannkuchen, Jajangmyeong – Nudeln mit schwarzen Bohnen und Bindaetteok – Koreanische Mungbohnen-Pfannkuchen Surf and Turf.

Mehr über koreanisches Essen

Volker von volkermampft hat sich dem Kochbuch Khanpunggi – Hähnchen mit Knoblauch nach Sarah Henke gewidmet. Außerdem stellt er Koreanische Restaurants in Hamburg vor.

Asiatische Snacks

Du möchtest mehr über asiatische Snacks kennenlernen? Schau doch mal bei meinen Berichten zu den Vernasche die Welt Boxen aus Taiwan, Japan und Hongkong vorbei.

 

29 Kommentare zu „Die kulinarische Weltreise: Gimbap und Hotteok aus Korea

  1. Hallo Michelle, hinter seltsamen Namen verbergen sich leckere Rezepte 🙂 Ich hatte riesige Vorurteile als ich den Namen Hotteok las, aber dahinter steckt ja ein leckeres Gebäck/Pancakes mit Nüssen. Werde ich probieren, ich bin neugierig …liebe Grüße Bettina

  2. Yummy! Rezepte sind zur Zeit der Renner. Sushi/Gimbap habe ich noch nie selbst gemacht. Irgendwie habe ich da mächtig Respekt vor. Aber die Pfannkuchen traue ich mir zu.
    Andererseits habe ich nicht gerade 10 kg abgenommen und in der Coronakrise alles wieder zuzunehmen. Bis zur Hochzeit will ich das Gewicht halten.

    Liebe Grüße
    Liane

  3. So der Link ging jetzt an meinen halben Freundeskreis. Alle wollen nachkochen. Und ich bin auch sehr angfixt bei dem Gimbap.
    Aber ich kenne wirklich nur Kimchi und bin jetzt gebildeter aus dem Beitrag gegangen. Gut auch hungriger 😉

    Danke dir dafür <3
    xoxo Vanessa

  4. Danke für das schöne Erklären der Unterschiede zwischen koreanischen und japanischen Reisrollen. Die Grafik wird sicher vielen Leuten helfen!

  5. Liebe Michelle,
    ui gleich zwei Rezepte! Ich fand Korea jetzt wirklich kulinarisch schwierig, zumindest im Bereich Süßspeisen. Das Sushi sieht großartig und die Hotteok sind echt superlecker.
    Herzliche Grüße
    Tina

    1. Für mich als Asienfan stand direkt von Anfang an fest: bei Korea muss ich dabei sein. Und die Hotteok klangen einfach super und Sushi mache ich sowieso immer gerne selbst:)

  6. Du hast in Deinen koreanischen Reisrollen auch ein Omlett verbastelt.
    Das finde ich spannend und werde es auch einmal ausprobieren.
    Danke für den Tipp.

  7. Ich habe glaube ich noch nie koreanisch gegessen. Deine Rezeptvorschläge hören sich aber toll an. Da ich ein riesen Sushi-Fan bin, aber keinen Fisch mehr esse, werde ich das Gimbap bestimmt mal ausprobieren.
    Aber auch die Pancakes hören sich super lecker an. Ganz nach meinem Geschmack 🙂

  8. Da ich kein Fan von Reis bin und Gerichte damit meide, würde ich dann lieber zu den Hotteok greifen. Die sehen lecker aus und ich kann mir den Geschmack von dem Teig mit den Nüssen und dem Zimt förmlich vorstellen! Müsste ich glatt mal ausprobieren!

    Liebe Grüße
    Jana

  9. Hallo Michelle,

    da hast Du Dir ja zwei tolle Rezepte ausgesucht. Wie schon bei Roland geschrieben finde ich koreanisches Sushi so auf jeden Fall viel spannender als das japanische.

    LG Volker

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