Wie mich Südafrika verändert hat

Heute gibt es einen wunderbaren Gastbeitrag von Pierre vom Blog Milk & Sugar, der sich hauptsächtlich mit Fashion und Lifestyle befasst. Er war letztes Jahr im Oktober für 4 Wochen in Südafrika und hat darüber auf seinem Blog berichtet.

Das Ganze fand ich so spannend, dass ich ihn nach einem Gastbeitrag fragte und voilá, hier ist er! Viel Spaß 🙂

Ich gehe für einen Monat nach Südafrika und helfe dort ehrenamtlich auf einer Affenfarm

Als ich dies zu Bekannten und Freunden gesagt habe, wurde ich oft belächelt. Warum? Weil viele nur die eine Seite von mir kennen: Ohne gestylte Haare gehe ich nicht aus dem Haus. Lederjacken sind meine Regenjacken und Slipper sind meine Wanderschuhe. Ein Modeblogger der einen Monat lang die Hinterlassenschaften von Affen wegkratzt und sich von Affen vollpinkeln lässt? Ja das geht!

Denn genau so sehr wie ich es liebe mich zu stylen und mit ausgefallenen Outfits aufzufallen, liebe ich es auch Zeit mit Tieren zu verbringen und da ist es mir auch egal wie ich aussehe.

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Copyright: Pierre E. | Milk & Sugar

In der Planung schien alles noch so weit weg und irgendwie ganz surreal. Doch als ich dann am Flughafen stand und ganz alleine durch die Sicherheitskontrolle ging wurde mir klar, dass das mein bisher größtes Abenteuer wird.

Selbstvertrauen

Mein Selbstvertrauen ist durch diese Reise enorm gewachsen. Nicht das ich davor keins gehabt hätte, ganz im Gegenteil, aber durch diese Reise ist mir bewusst geworden, dass ich das schaffen kann!

Vor der Reise hatte ich einige Zweifel ob ich mich gut zu Recht finden würde und ob ich mich auch mit den anderen Menschen auf der Farm  verständigen könnte. Doch all diese Zweifel waren umsonst.

Ich bin alleine nach Südafrika gereist, was kann mir da noch Angst machen? Das denke ich immer wieder und es ist wirklich so. Seitdem ich diese große Reise angetreten habe sehe ich kleine Herausforderungen im Alltag als nicht mehr so schwer an. Und ich bin sogar alleine nach England gereist. Vor der Afrikareise undenkbar.

Milk&Sugar Blog
Copyright: Pierre E. | Milk & Sugar

Dankbarer für alles

Obwohl ich weder überfüllte Slums, noch hungernde Menschen gesehen habe, bin ich nach dieser Reise einfach dankbarer. Dankbarer für alles. Für das leckere Essen, dass ich jeden Tag essen kann. Für mein großes und komfortables Bett und für den Luxus den wir als selbstverständlich sehen.

Eigentlich musste ich neben der Privatsphäre und meiner gewohnten Umgebung auf nichts verzichten. Doch ich habe gemerkt, dass mein Leben hier in Deutschland nicht selbstverständlich ist und ich bin froh und noch dankbarer für das Leben welches ich leben kann.

Z.B. können die Menschen, die auf dieser Farm leben nicht mal eben in die Stadt fahren und dort ins Kino gehen oder können mit Freunden einen Club besuchen. Dafür müssten sie schon mehrere Stunden Auto fahren. In Deutschland ist man, selbst wenn man auf dem Land wohnt, in unter einer Stunde in der nächsten Stadt. Wir in Deutschland haben einfach Möglichkeiten, die in Afrika nicht vorhanden sind.

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Copyright: Pierre E. | Milk & Sugar

Die Liebe ist noch größer geworden

Ich bin nach Südafrika gereist weil ich schon immer mal nach Afrika wollte und auch schon immer mal eine Safari machen wollte. Die unendlichen Weiten, die exotischen Tiere und das heiße Wetter haben mich schon immer sehr gereizt. Durch diesen einen Monat in Südafrika ist meine Liebe zu diesem Kontinent noch größer geworden. Ich finde es einfach so faszinierend, wenn man mit dem Auto auf einer einsamen Straße durch das ewig große Land fährt und direkt am Straßenrand steht eine Giraffe. Wie schön ist das denn bitte?

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Copyright: Pierre E. | Milk & Sugar

Ich werde auf jeden Fall wieder kommen. Wahrscheinlich werde ich nach dem Studium für ein paar Monate nach Afrika gehen und eine kleine Rundreise starten.

Jeder dem sich eine solche Chance bietet, sollte sie unbedingt wahrnehmen!

Wenn euch Pierre seine Erfahrungen schmackhaft gemacht hat, dann solltet ihr unbedingt seine eigenen Blogbeiträge dazu lesen.

Afrika: Alltag mit Affen
Afrika: Krüger Nationalpark // Safari Teil 1
Afrika: Krüger Nationalpark // Safari Teil 2
Afrika: Krüger Nationalpark // Safari Teil 3
Afrika: Cheetah Project
Afrika: Panorama Tour
Travel: Best of South Africa
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11 Kommentare zu „Wie mich Südafrika verändert hat

  1. Was für ein schöner Beitrag! Ich möchte auch unbedingt mal nach Südafrika reisen!
    Meine Cousine würde auch gerne ein Volontariat im Krüger Nationalpark machen. Hab ihr daher gleich mal Pierres Blog empfohlen. 🙂
    Liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

  2. Sehr schön zusammengefasst! Nach meiner ersten Reise nach Asien ist es mir ähnlich gegangen – man kommt einfach als anderer Mensch zurück in die Heimat und nimmt die Dinge ganz anders wahr. In Afrika war ich noch gar nicht, freue mich aber ebenfalls wenn ich mal auf diesen schönen Kontinent komme 🙂

  3. Hallo ihr beiden,
    wenn ich den Bericht so lese, muss ich unweigerlich an meine Zeit in Taiwan denken und wie mich diese geprägt hat. Ganz alleine in ein vollkommen unbekanntes Land, in einer anderen Kultur, das prägt durchaus und man kommt vielleicht nicht als neuer Mensch wieder, man hat aber eine andere Sicht auf viele Dinge 🙂
    Sowas nun auch noch mit vielen Tieren und in dieser tollen Natur erleben zu dürfen, war sicher eine ganz tolle Sache 🙂
    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch
    Fernweh-Koch bei Pinterest

  4. Na das passt ja! Ich liebäugel damit im nächsten Jahr nach Südafrika zu fahren. Jede Info ist willkommen und ich hoffe, dass wir es auf die Reihe bekommen unseren Wunsch zu verwirklichen.
    Die Reise hat bestimmt ihre Spuren hinterlassen und ich denke, dass es toll ist diese Erfahrungen machen zu dürfen.
    LG, Susanne

  5. Hi Michelle! Ein wirklich schöner Beitrag mit tollen Bildern. Ich wollte auch schon immer mal nach Afrika. Während des lesens habe ich beschlossen, dass wenn es dann mal soweit ist werde ich es Pierre gleichtun und es auch mit Freiwilligenarbeit verbinden – eine wirklich tolle Idee!
    Liebe Grüße,
    Nicole

  6. Ein wirklich schöner Gastbeitrag. Das Afrika-Virus ist mir sehr bekannt. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Südafrika da nicht anders ist, als Namibia. Denn dort habe ich mich infiziert 🙂
    Afrika mit Freiwilligen Arbeit zu verbinden klingt großartig.
    Viele Grüße, Katja

  7. Wow, das erinnert mich ganz an meine Auslandserfahrung in Japan. Und es klingt fast so, als wäre da eine tiefe Liebe zu einem bestimmten Teil der Welt entstanden. Großartig. Manchmal lässt einen das Reisen so verändert zurück, wie man es zuvor nie erwartet hätte. Ein sehr schöner Beitrag.
    Viele liebe Grüße
    Kathi

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