Fernbeziehung während des Auslandssemesters

Wenn man in einer Beziehung ist, dann möchte man so viel Zeit wie möglich miteinander verbringen. Doch wie sieht das Ganze aus, wenn einem von beiden ein längerer Auslandsaufenthalt bevorsteht? Eine Fernbeziehung während des Auslandssemesters ist alles, aber nicht einfach.

Fernbeziehung während des Auslandssemesters

Als ich meinem Freund damals eröffnet habe, dass ich für ein halbes Jahr nach Singapur gehen soll, war er wenig begeistert. Dennoch freute er sich für mich. Ich war mir selbst unsicher, was ich davon halten sollte. Ich meine, hätte ich keine Beziehung gehabt, dann wäre das was ganz anderes gewesen. Doch wenn man sich an jemanden gebunden hat, dann fällt es einem (zumindest mir) schwerer.

Leider zog sich das ganze Prozedere ziemlich in die Länge. Erst sollte ich während der Masterarbeit ins Ausland. Dann verschob es sich weiter bis an den Anfang meiner Promotion. Doch so nach und nach fand man sich mit dem Gedanken ab, denn sechs Monate sind ja keine allzu lange Zeit.

Wir schmiedeten Pläne, dass wir regelmäßig telefonieren und videochatten und dass er mich während meiner Zeit besuchen würde. Leider hatte ich weder die Zeit noch das nötige Kleingeld um über Weihnachten oder den Jahreswechsel nach Hause zu fliegen.

Der Tag des Abflugs

Dann stand der Tag des Abflugs an. Ich war gar nicht aufgeregt, weder die Monate oder Wochen oder Tage davor, noch am Starttag. Wir frühstückten mit meiner Schwester, meinem Neffen und meiner Pflegemama, bevor sie mich zum Bremer Flughafen brachten. Die Aufregung war noch immer nicht besonders groß, doch der Abschied fiel mir bitterschwer. Meine Pflegemama und meine Schwester mit Neffen verabschiedeten sich schnell und schmerzlos und ließen meinen Freund und mich mit den Worten „Das kann man sich ja nicht mit ansehen“ stehen und wir hatten noch kurz Zeit zu zweit. Die Tränen flossen und ich wäre am liebsten gar nicht durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Ab jetzt war ich komplett auf mich alleine gestellt. Ich konnte diese ganze Situation noch gar nicht richtig fassen und konnte mich auch noch immer nicht beruhigen. Die Tränen rollten mir durchs Gesicht und ein letztes Winken beim Boarding in Richtung der Aussichtsplattform stellte den Abschied von Zuhause dar.

Flugzeugfoto: Wolkenbedeckter Himmel
Auf dem Weg nach Singapur

Der noch lange Aufenthalt in Frankfurt machte die Situation nicht viel einfacher. Ich saß dort und wartete auf meinen Anschlussflug nach Singapur. Ich konnte von dort aus noch ohne Zeitverschiebung telefonieren und so konnte ich die sechs Stunden verbringen. Meine beste Freundin machte es mir nicht einfacher, da sie einen süßen Text auf Instagram hochgeladen hatte. Ich hatte mir doch geschworen an diesem Tag nicht mehr zu weinen. Was danach auch relativ gut klappte. Das Boarding stand an und so langsam kam doch die Aufregung. Ich würde nach Asien fliegen, was schon immer mein Traum war. Ich würde alleine fliegen und wäre auf mich alleine gestellt. Einfach war der Schritt nicht, aber nun war es zu spät.

Angekommen in Singapur

Nach einem entspannten Flug stand ich dann dort: in Asien, in Singapur, in der Supermetropole. Ich konnte es nicht ganz fassen, ich war wirklich ewig weit weg von zuhause, hatte eine Zeitverschiebung von sieben Stunden und schwitzte aus jeder Pore. Hui, war das heiß!

Marina Bay Promenade bei Nacht

Die Zeit anfangs in Singapur war wirklich schwierig. Ich konnte mich nicht so wirklich integrieren, denn die chinesischen Arbeitskollegen sprachen nahezu ausschließlich Chinesisch miteinander und in der Freizeit machte auch keiner etwas mit mir. Ich fühlte mich wie eine Aussätzige, hilflos, allein gelassen und einsam. In der ersten Zeit waren die einzigen sozialen Kontakte ein paar nette Begrüßungen mit Leuten im Hostel und die Telefonate mit meinem Freund.

Wie oft hatte ich ihn mir nach Singapur gewünscht, wie oft dachte ich an die gemeinsamen Wochenenden, an denen wir zocken konnten, zusammen kochten oder uns in der Weltgeschichte rumtrieben. Doch statt all dieser Sachen erkundete ich Singapur auf eigene Faust und suchte mir Kontakte über das Internet. So habe ich die liebe Liane von DieReiseEule kennen gelernt, die einen Aufenthalt in Singapur plante. Als sie dann dort war, trafen wir uns mehrere Male und verbrachten sogar den Jahreswechsel miteinander.

Kurztrips nach Malaysia und Indonesien

Als ich meinen Kurztrip nach Kuala Lumpur plante, fand ich in einer Backpackergruppe eine Deutsche, Angi, die zum selben Zeitpunkt dort war. Wir trafen uns dort, unsere Hostels lagen in Gehweite auseinander und wir unternahmen jeden Tag etwas. Sie besuchte mich sogar noch für ein paar Tage in Singapur, bevor sie wieder nach Deutschland flog.

Auch lernte ich Halim, einen Thailänder, auf dem Weg nach Kuala Lumpur kennen. Die liebe Annik von MissesBackpack war ebenfalls in Singapur und ich durfte sie kennen lernen und treffen. Und auch in Jakarta traf ich im Hostel Menschen aus aller Welt; zum Beispiel Sam aus Algerien, der in Malaysia lebte, Anthony aus den USA, einige Jungs aus Deutschland oder Ell aus Jakarta, die uns herumführte und uns den Local Guide gab.

Ich lernte viele Leute kennen mit der Zeit und ich fühlte mich nicht mehr so einsam. Trotzdem fehlte mir mein Freund und ich fieberte auf den Tag hin, an dem er mich endlich besuchen würde. Nach über der Hälfte der Zeit war es endlich so weit. Kurz vor unserem Vierjährigen nahm er die Reise auf sich und kam tatsächlich nach Singapur. So viele Freunde sagten „Ich komm dich besuchen“ „Klar, ich komm für eine Woche vorbei“ oder ähnliches, aber bis auf meinen Freund hat niemand sein Wort gehalten. Doch am 20. Januar 2018 stand er wirklich vor mir. Ich konnte gar nichts sagen, als er durch die Sicherheitskontrolle kam. Ich brach in Freudentränen aus und umarmte ihn einfach nur. Wie kann einem ein Mensch nur so unfassbar fehlen?

Fernbeziehung während des Auslandssemesters: Verlobung in Singapur

Diese Woche war mit die schönste, die ich in Singapur verbrachte. Ich konnte ihm all die tollen Ecken zeigen, die ich bisher entdeckt hatte. Wir verbrachten eine Nacht im Marina Bay Sands, schwammen im Infinity Pool und verlobten uns. Wir schlenderten durch den botanischen Garten, ich zeigte ihm das völlig überfüllte Chinatown, wir retteten uns in den Shoppes at Marina Bay vor der Hitze und erfreuten uns an den verschiedensten Lichtershows rund um die Marina Bay Promenade. Das war eine wundervolle Woche und sie zeigte mir, dass unsere Liebe alles übersteht. Über die Hälfte der Zeit war vorbei und mein Freund Verlobter war wirklich nach Singapur gekommen. Natürlich war der Abschied mehr als hart, aber es standen uns nur noch zwei Monate bevor, die wir auch noch irgendwie rumbekommen sollten.

Schwimmen im Infinity Pool vom Marina Bay Sands

Ende gut, alles gut

Zum Ende hin fand ich auch endlich Anschluss in der Arbeitsgruppe. Ein neues Mitglied in der Arbeitsgruppe, Shi Nee, hatte ihre Studienzeit und ihren Doktor in Australien beendet und kam nun zurück nach Singapur. Sie hatte eine ganz andere Einstellung und war so viel offener.

Wir aßen zusammen zu Mittag und sie lud mich zu sich nach Hause ein. Sie zeigte mir verschiedenste Gerichte aus Singapur und mit ihren Verwandten machten wir einen Karaoke-Abend.

Auch Gomathi, eine Inderin, wurde mir gegenüber offener. Sie bedankte sich, dass ich ihr bei einigen Messungen half und sie bestätigte meinen Eindruck: sie fühlte sich ebenso ausgeschlossen von den chinesischen Mitgliedern der Arbeitsgruppe und sagte, dass das Konkurrenzdenken zu groß sei, als dass sich die Leute dort untereinander helfen würden. Sie mochte meine „europäische herzliche“ Art.

Zu der Zeit fiel mir der Aufenthalt in Singapur auch nicht mehr so schwer. Natürlich fehlte mir mein Freund, meine Beziehung, meine Familie und Freunde, aber ich war nicht mehr einsam. Shi Nees Familie lud mich an meinem letzten Abend sogar zu einem Grillfest ein, von dem sie mich gar nicht gehen lassen wollten. Somit war die Fernbeziehung während des Auslandssemesters erträglicher geworden.

Aller Abschied ist schwer

So entwickelte sich das anfangs einsame und fast unerträgliche Auslandssemester zu der besten Erfahrung meines Lebens. Und rückblickend verflog das halbe Jahr. Anfangs schien das Ganze unendlich lang und nicht durchstehbar, aber im Endeffekt möchte ich die Erfahrung nicht missen. Und auch die Freunde, die ich machen durfte, nicht. Die Beziehung ist daran gewachsen.

 

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46 Kommentare zu „Fernbeziehung während des Auslandssemesters

  1. Ich befinde mich gerade auch fuer ein halbes Jahr im Ausland, getrennt von meinem Freund, der in Deutschland geblieben ist. Du sprichst mir wirklich aus der Seele! Auch ich versinke noch manchmal in der Einsamkeit hier, und fiebere Weihnachten entgegen, wenn mein Freund mich endlich besuchen kommt. Ich fuehle mich dennoch total wohl hier, habe schon ein paar Freunde gefunden und hoffe, dass ich nach dem halben Jahr genauso positiv zurueckblicken kann wie du!
    Liebe Gruesse,
    Paula

      1. In Pittsburgh, Pennsylvania. Ich mache hier ein Praktikum im Management des Pittsburgh Symphony Orchestras.

  2. Vielen Dank für diesen Einblick ich dein Leben und deine Erfahrungen in Singapur.
    Ich selber verbringe gerade ein Auslandssemester in dieser wunderschönen Stadt und habe grade meinen ersten großen Einbruch, in dem ich meinen Freund so sehr vermisse und nichts lieber machen würde als in den nächsten Flieger springen.
    Aber deine Gedanken bieten mir grade wirklich viel Kraft und zeigen, dass es so gut funktionieren kann. Ich danke dir unglaublich dafür!
    Ich wünsche Euch für Eure Zukunft nur das Beste 🙂

    1. Liebe Lara!
      Ich danke dir für deinen ehrlichen Kommentar.
      Natürlich ist es nicht einfach, aber die ganzen Entdeckungen und Erinnerungen die du machen wirst, werden sich wirklich lohnen.
      Und später kannst du so viele tolle Dinge erzählen!
      Halte durch, du schaffst es 🙂 Ich weiß genau wie sich das anfühlt. <3

  3. Egal, wie schwer es war und ist: man wächst an solchen Erlebnissen und kann eigentlich nur gewinnen. Vielleicht ist das ein kleiner Trost für alle, die vor genau der selben Situation stehen, wie es bei dir war.
    Vielen Dank, dass du diese Momente geteilt hast. Sie helfen sicherlich auch anderen.
    LG Daniela

  4. Hi Michelle, ich kann Dir nur weiterhin Mut machen. Ich war auch jahrelang in einer Fernbeziehung inklusive einjährigem Auslandsaufenthalt (zu mir kam übrigens auch keiner zu Besuch, obwohl vollmundig angekündigt). Ich kenne all deine Gefühle nur zu gut. Heute sind wir verheiratet und leben zusammen im Ausland. Ich wurde schwanger und dadurch haben wir die Fernbeziehung aufgegeben. Das musste wohl so sein, wer weiß ob wir es noch länger ausgehalten hätten. Viel Glück euch weiterhin!

    1. Vielen Dank, liebe Eva!
      Herzlichen Glückwunsch zur Ehe und zur Schwangerschaft, das hat sich toll entwickelt 🙂
      Wir wollen auch langsam die Hochzeit planen, aber nichts überstürzen. Aber hoffen dennoch innerhalb der kommenden Jahre endlich zusammenziehen zu können.

  5. Das klingt wunderbar, herzliche Gratulation zur Verlobung!! Manchmal hat eine gewisse Distanz etwas Gutes für die Beziehung, wenn man in dieser Zeit eine persönliche Entwicklung durchmacht – ich kenne das von mir selbst. Freut mich auf jeden Fall, dass dein Auslandssemester so positiv geendet hat!

  6. Ich wäre definitiv nicht der Typ für eine Fernbeziehung. Räumliche bzw. körperliche Nähe ist meiner Meinung nach ein wichtiger Bestandteil einer Beziehung.
    Meine Hochachtung an alle, die es schaffen.

  7. Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Verlobung 🙂
    Ich habe mich beim Durchlesen direkt zurückversetzt gefühlt, als ich damals für ein halbes Jahr nach Taiwan geflogen bin und von meiner Freundin getrennt war. Der Abschied war irgendwie schon etwas komisch, aber da wir beiden in getrennten Städten zu dem Zeitpunkt gewohnt haben, war es vielleicht dann doch nicht so ganz ungewohnt, wenn man sich nicht sieht 🙂
    Letztlich weiß man ja auch nach solch einer Fernbeziehung, dass sowas einen auch zusammen halten kann. Da ist es fast ungewohnt, wenn man danach zusammen zieht 😀
    Euch beiden auf jeden Fall alles Gute
    Besten Gruß
    Henrik von Fernweh-Koch

  8. Ein wirklich schöner und berührender Bericht!! Danke, dass du uns so intime Einblicke gewährt hast.
    Ich denke, der Bericht kann vielen Mut machen, die beispielsweise vor einer solchen Entscheidung stehen oder sich gerade im Ausland befinden und ähnliche Erfahrungen machen.
    Ein wirklich wertvoller Beitrag (im doppelten Sinne)!
    Ganz liebe Grüße
    Julie von julie-en-voyage.com

  9. Liebe Michelle,
    uns ging es mal ähnlich, als wir noch jung waren. 🙂 Nur war mein Freund, jetzt Mann, damals in Amsterdam und ich bin zu Hause geblieben. Meinen Besuch dort, werde ich auch nicht mehr vergessen, denn das war wirklich auch richtig schön! Ich finde es toll, dass du es gewagt und dabei gewonnen hast! Mal sehen, vielleicht eröffnet sich mir auch noch mal die Möglichkeit…
    LG
    Charnette

  10. Richtig toller Beitrag. Ich stell mir das furchtbar vor, auch wenn ich seit nunmehr einem Jahr selbst eine Fernbeziehung führe. Wir sehen uns aber wenigstens fast jedes Wochenende.
    Ich denke, dort so ausgeschlossen zu sein, ist sicherlich sehr unangenehm, aber man wird aus seiner Komfortzone herausgedrängt und dazu gezwungen irgendwie Kontakte zu knüpfen und das bietet daher wieder ganz andere Möglichkeiten.
    Super toll dass dein Freund es dann doch noch geschafft hat dich zu besuchen. Und auch die Freunde, die immer Versprechungen machen, sind mir durchaus bekannt. Ich wohne 600 km von Zuhause entfernt. Immer jammern alle, dass ich doch so weit weg bin und man nix unternehmen kann, aber wenn ich dann mal da bin, auch mal über 2 Wochen, hat irgendwie nie jemand Zeit. Über die Jahre wirklich sehr ernüchternd.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

    1. Vielen Dank für deinen sehr lieben Kommentar!
      Ja, die Fernbeziehung während des Auslandssemesters war hart. Ich lebe auch in Deutschland in einer Fernbeziehung (er wohnt in der Nähe von Cottbus und ich in Oldenburg), aber das ist ein Kinderspiel. Wir versuchen uns auch möglichst jedes oder jedes zweite Wochenende zu sehen.
      Schade, dass du diese Erfahrung mit den leeren Versprechungen auch machen musst. Man lebt sich irgendwie auseinander ohne es wirklich zu wollen.
      Ich hoffe, das besser sich. <3

  11. Liebe Michelle,
    ein sehr herzergreifender Bericht, der aber auch Mut macht, es auch zu versuchen. Ich finde es toll, dass Du es trotzdem durchgezogen hast. Es war wahrscheinlich die prägenste Erfahrung für Deinen weiteren Lebensweg.
    Liebe Grüße
    Alex

  12. Ein toller Post. Ich fühle mit dir. Ich war damals auch ein Jahr in Ausland, zwar nur in Frankreich, aber weg ist weg. Ich freue mich, dass eure Liebe daran gewachsen ist. Alles Gute für die Zukunft.

  13. Cool, dass du das Auslandssemester durchgezogen hast. diese Erlebnisse werden dich fuer immer begleiten. Tolle Erfahrung und die zeigt auch, welche Freundschaften bzw Beziehungen halten werden
    VG Simone

  14. ein äußerst spannendes Thema meine Liebe! zwar bin ich derzeit nicht im Ausland, aber kenne die Probleme mit Fernbeziehungen auch zu gut 😉
    ich glaube man muss da auch ein bissel der Typ für sein … und natürlich gehört viel Vertrauen und eine gute Grundbeziehung dazu. dann überlebt auch so viele Kilometer Trennung 🙂
    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  15. Schön zu lesen, dass eure Beziehung an dieser Erfahrung gewachsen ist und du diese so richtig genießen konntest. Aktuell führen in meinem Freundeskreis gleich mehrere Paare eine Fernbeziehung, was mit den Auslandssemestern ihrer jeweiligen PartnerInnen zu tun hat. Und all diese Beziehungen werden auf eine harte Probe gestellt. Irgendwie steckt jede/r sowas anderes weg. Manche kommen mit der Entfernung gut klar und haben keine Sorge, dass die Liebe dadurch schwinden könnte, andere verfallen in totale Panik und überlegen bereits vorab die Liaison zu beenden.
    Nun, bei euch ist es ja gut ausgegangen. Ob ich selbst eine Fernbeziehung führen könnte, kann ich absolut nicht sagen. Ich denke, das kommt immer auch auf den Partner an und wie lange man schon zusammen ist. Aber keine Ahnung 😀 Ich war noch nie in einer solchen Situation.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag Abend!
    Kay

    1. Vielen Dank, liebe Kay. Ja, den Rat habe ich sogar vor meinem Auslandssemester bekommen. „Ich an deiner Stelle würde die Beziehung beenden“ und ich dachte mir nur so: „Äh, ganz sicher nicht?!“

  16. Liebe MIchelle,
    Respekt, dass Du das Auslandssemester trotz der Schwierigkeiten durchgezogen hast. Ich stelle mir das, gerade so weit weg von der Heimat, wirklich nicht einfach vor. Und wenn dann auch noch die Sprachbarriere dazu kommt, macht es das, wie Du schon schreibst, sicher nicht einfacher.
    Es freut mich aber zu lesen, dass Du trotzdem eine aufregende Zeit hattest.
    Für eine Beziehung ist das sicher ganz und gar nicht einfach. Da gehört sehr viel Vertrauen zu. Ich weiß nicht, ob ich das gemacht hätte. Finde ich mutig und bewundernswert.
    Viele liebe Grüße,
    Tabea
    von tabsstyle.com

  17. Ich war auch ein halbes Jahr im Ausland während meines Bachelor-Studiums und von meinem Freund getrennt. Allerdings war ich „nur“ in Wien, konnte ich die Weihnachtsfeiertage ganze zwei Wochen nach Hause und mein Freund kam mich zu meinem Geburtstag im November besuchen. Dadurch waren wir eigentlich nie länger als 1,5 Monate wirklich voneinander getrennt und das Problem mit der Zeitverschiebung hatten wir natürlich auch nicht.
    Ich bewundere euch, dass ihr das so gut hingekriegt habt 🙂

  18. Ich kann deine Gedanken verstehen! Hast du toll mit uns geteilt. Fernbeziehung ist eine sehr komplizierte Sache und wahrscheinlich vom Typ zu Typ unterschiedlich

  19. Wow, so eine tolle persönliche Geschichte! Ich finde es spannend, wie sehr sich ein Mensch entwickeln kann und seinen Blickwinkel ändert aufgrund einer (zugegeben sehr langen) Reise.
    Wenn ich dann mal einen Artikel zur Selbstwertstärkung und Entwicklung durchs Reisen schreibe, werd ich deinen Artikel sehr gerne verlinken! LG Barbara

  20. Wie du mal so nebenbei erwähnst ,,und wir Verlobten uns“ :-))) als es sei es das natürlichste der Welt. Da musste ich schmunzeln. Wirklich toll, dass du den Schritt ins Ausland gewagt hast. Sehr mutig.
    Liebe Grüße
    Melanie von https://www.lovingcarli.com

  21. Respekt! Ich habe mich damals im Studium nicht getraut ein Auslandssemester zu machen – hab ja auch Germanistik studiert ;-P Auf jeden Fall super, dass du den Mut dazu gehabt hast und im Endeffekt daran gewachsen bist. Weiter so! LG Tamara

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