#DBakel: Die unendliche Katastrophen-Geschichte

Bochum – Oldenburg: eigentliche Fahrzeit mit Nahverkehr ca. vier Stunden.

Weihnachten: das Fest der Familie, des Fressens und des Frustes, oder so.

Nachdem wir bei Schwiegermutti die Weihnachtstage verbrachten, stand ein Besuch bei meiner Familie an. Am 27.12. sollten alle Kinder samt Enkel nach Hause kommen zum gemeinsamen Weihnachtsfest. Es wurde zu Kaffee und Kuchen geladen und abends stand gemeinsames Essen und Bescherung an.
Doch die Bahn wäre nicht die Bahn, wenn sie einen das Beisammensein nicht unterbinden würde.

Nach dem Hochmut kommt der Fall

In Bochum war noch alles gut: die S-Bahn nach Essen kam pünktlich und war auch sehr leer. Ganz entspannt konnten wir den ersten Part antreten. Geplant waren zwei Umstiege in Essen und Osnabrück, also ganz easy.

In Essen angekommen, fing das DBakel bereits an. Aufgrund eines Notarzteinsatzes im Gleis, ging nichts raus aus dem Bahnhof. Viele Züge hatten Verspätung, einige fielen direkt aus. Unser Zug stand dran, alles war gut. Dann fing mein Freund hysterisch an zu lachen. Just in diesem Moment erschien die Info „fällt aus“. Hallelujah!

Im Internet suchte ich nach einer Alternativ-Verbindung. Es gab sogar eine, mit der wir um die selbe Zeit in Oldenburg ankommen sollten. Wir wechselten also das Gleis, was gar nicht so einfach war. Der direkt Weg war gesperrt, somit liefen wir einen Schlenker über ein anderes Gleis und hüpften in den Zug nach Münster. Der Tag war gerettet!

Oder halt auch eben nicht.. schnell war klar, dass der Zug ebenfalls Verspätung einholte: Verspätung aufgrund eines verspäteten vorausfahrenden Zuges.
Aus fünf wurden ungefähr zehn Minuten, bei einer Umstiegszeit von elf Minuten kann das schon problematisch werden. Mit letztendlich drei Minuten Zeit beeilten wir uns um von Gleis 14 auf Gleis 8 zu kommen (wobei in Münster einiges dazwischen fehlte). Nebenbei schnappten wir auf, dass der Zug ca. fünf Minuten Verspätung hätte. Somit mussten wir immerhin nicht von A nach B sprinten.

Am Gleis 8 warteten wir dann auf den Zug nach Osnabrück. Aus fünf Minuten wurden zehn Minuten Verspätung. Passt noch, hatten ja 22 Minuten in Osnabrück zum Umsteigen. Aber dann kamen weitere zehn Minuten drauf. Mit 25 Minuten Verspätung fuhr der Zug in Münster ein, mit ca. 35 Minuten Verspätung verließen wir den Bahnhof. Grund: ein liegengebliebener Güterzug direkt vor Münster. Leider war damit der Puffer in Osnabrück mehr als aufgebraucht..

Pleiten, Pech & Pannen

Doch damit nicht genug. Die NWB nach Oldenburg kam einige Minuten zu spät, nicht der Rede wert. Aber in Essen (Oldb) kam die Durchsage, dass wir nicht weiter fahren könnten. Der Motor des Zugfahrzeuges war kaputt. Durch die Lautsprecher tönte ein: „Wer eine rauchen möchte, der kann gerne solange aussteigen.“ Und die Zeit verstrich, während wir im dunklen Kaff saßen. Warten auf unbestimmte Zeit. Nochmals in Essen gestrandet (vorher ja bereits in Essen NRW. Hallelujah…
Irgendwann wurde berichtet, dass der kaputte Wagen abgekoppelt werden sollte, danach könne es weitergehen. Das dauerte aber länger als erwartet, kurzzeitig war es dunkel im Zug und die Türen funktionierten nicht.
Der Motor wurde angelassen und wir standen weiterhin in Essen. Nichts passierte. Irgendwann bewegte sich der Zug. Einzelne Personen klatschten.

Bis Cloppenburg schafften wir es. Danach standen wir erneut. Uns hatte schon der Folgezug überholt. Doch nach einer kurzen Weile konnten wir die Fahrt fortsetzen. Und mit zwei Stunden Verspätung erreichten wir Oldenburg endlich.

Bis auf Personen im Gleis und eine Bombendrohung haben wir auch nahezu alles mitgenommen, was ging. Merry belated Christmas!

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