#DBakel: Der Zug, der nie ankam und die Partymeute

Ich fahre Bahn, den ganzen Tag, ich fahre Bahn, weil ich es maaaaag.

Diese Woche ging es für mich nach Berlin für einen Konzerttrip. Somit kam ich in den Genuss mit der Bahn zu fahren. Immer wieder ein Erlebnis. Mit dem IC ging es von Oldenburg nach Hannover. Alles easy, keine Probleme. In Hannover hatte ich dann tatsächlich auch sehr viel Glück.

Traum von Amsterdam

Mein Anschlusszug nach Berlin ist nicht in Hannover angekommen. Dieser kam aus Amsterdam und hatte eine technische Störung. Ob und wann die Fahrgäste aus Amsterdam in Hannover ankamen, das weiß ich nicht. In Hannover wurde jedenfalls ein Ersatzzug zur Verfügung gestellt und das ziemlich pünktlich. Unglaublich, wie ich finde! Doch wie man es kennt, gab es einen Haken. Der alte Zug fuhr also mit einer Hilfslok (oder wie man das nennt) in den Bahnhof ein und es ertönte eine Ansage:

Sehr geehrte Fahrgäste, dadurch dass wir ein Ersatzzug sind, fahren wir heute ohne Reservierungen und ohne gastronomisches Angebot.“

Somit war nicht einmal ein Käffchen drin. Beides störte mich nicht sonderlich, denn ich hatte einen Sitzplatz und keine Reservierung gebucht. Und genügend zu trinken, hatte ich auch dabei. Andere Fahrgäste störten sich da mehr, besonders am fehlenden Gastroangebot.

Aber scheiß‘ drauf, Malle ist nur einmal im Jahr

Mit nur wenigen Minuten Verspätung starteten wir die Fahrt in Richtung Berlin. Kurz nach Beginn der Fahrt hörte man laute Partymusik am Ende des Wagons: dort saßen vier Männer, schätzungsweise zwischen 20 und 30 Jahren, betranken sich und feierten ihre eigene kleine Ballermann-Party. Die anderen Fahrgäste, sichtlich genervt, schüttelten ihre Köpfe und schauten böse in die Richtung der Partytruppe.

Rettung nahte, als ein Schaffner kam! Naja, das dachte man zumindest. Ein junger Mann, schätzungsweise im gleichen Alter wie die Partymeute, unterhielt sich nett mit den Männern und kam danach in unsere Richtung, um die Tickets zu kontrollieren. Einer der Fahrgäste beschwerte sich bei dem Schaffner über die laute Musik und fragte, ob er irgendetwas dagegen machen könnte. Doch der junge Mann antwortete nur ganz trocken: „Ich kann da leider nicht viel tun, wenn es Sie stört, dann sollten Sie sich in den vorderen Wagen setzen. Dort ist noch sehr viel Platz.“

Mit dieser Antwort hat wohl keiner gerechnet. Liebe Bahn, das nenne ich Kundenservice! Man schickt lieber mehrere Fahrgäste in einen anderen Wagen, anstelle einmal die anderen Gäste zu bitten, ihre Musik leiser zu machen. Danke für nichts!

 

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