Die schönsten Fotospots – und die Wahrheit dahinter

Auf phototravellers.de werden „die schönsten Fotospots und die Wahrheit dahinter“ gesucht. Das soll heißen: der Schein trügt. Auf Instagram, Reiseblogs (auch meinem!) oder Facebook sieht man die schönsten Fotos: menschenleer und sauber. Aber fotografiert man aus einem anderen Winkel, so zeigen sich Müllberge und Menschenmassen. Man geht mit ganz anderen Erwartungen an solche Orte und kann im Endeffekt enttäuscht werden.

Auch ich möchte euch einige Fotospots zeigen. Ich hätte theoretisch noch vieles mehr im Angebot, aber die Menschenmassen habe ich fast nie fotografiert. Und auch die dreckigen Straßen Asiens haben den Weg auf meine Speicherkarte nicht gefunden.

Der Dom in Helsinki

Ich liebe Helsinki. Die Leute sind freundlich und die Stadt auch sehr sauber. Aber mittlerweile ist Skandinavien doch recht touristisch geworden. So fällt es schwerer schöne Fotos von Sehenswürdigkeiten zu machen, ohne Menschen darauf abzubilden.

Die Treppen vor dem Dom sind meist voll von Menschenmengen, sodass es eine Herausforderung ist, nur das prachtvolle Gebäude abzulichten.

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Dom in Helsinki

 

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Dom in Helsinki

Der Louvre in Paris

Die sogenannte Stadt der Liebe, mit der ich mich nicht anfreunden kann, hat dennoch viele schöne Sehenswürdigkeiten. Dazu gehört unter anderem der Louvre der sowohl von Innen als auch von Außen überzeugen kann.

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Louvre in Paris

Doch die Menschenmengen sind auch hier massiv. Wenn ihr beispielsweise die Mona Lisa sehen wollt, dann müsst ihr erst einmal den Raum voller Menschen durchqueren (habe davon leider kein Foto). Doch auch vor dem Louvre tümmelt sich die neugierige Meute.

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Louvre in Paris

Iamsterdam in Amsterdam

Fotografiert man das bekannter Iamsterdam, so sind überall Menschen. Sowohl vor als auch auf dem Schriftzug. Doch der Trick das Ganze spiegelverkehrt von der Rückseite zu fotografieren und das Bild am Ende am Computer zu spiegeln, bringt ein fast perfektes Foto dieser Sehenswürdigkeit.

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Iamsterdam in Amsterdam
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Iamsterdam in Amsterdam

Merlion Park und Marina Bay Sands in Singapur

Wer kennt sie nicht: die wundervolle Skyline von Singapur, das Wahrzeichen „Merlion“ und die Marina Bay Promenade? Auf Fotos sieht sie wundervoll aus. Nur das Wasser und die tollen Sehenswürdigkeiten.

Doch der Schein trügt auch hier. Auf der perfekten Fotoplattform tummeln sich Menschen über Menschen. Man muss einen Slalomlauf um Selfiesticks und Stative bestehen um „das perfekte Foto“ zu schießen.

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Merlion Park in Singapur

Botanischer Garten, Singapur

Der botanische Garten zählt nicht umsonst zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit tausenden von Pflanzen kann man einen ganzen Tag mit Entdecken dort verbringen. Der gelb-grüne Blumenbogen ist ein typisches Motiv aus dem botanischen Garten. Doch diesen menschenleer hinzubekommen, gestaltet sich als schwieriger, als erwartet.

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Botanischer Garten in Singapur

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Botanischer Garten in Singapur

Flower Dome, Singapur

Auch die beiden Gewächshäuser in den Gardens by the Bay ziehen viele Touristen und Instagrammer an. Auch hier wird das Ganze zum Hürdenlauf aufgrund der vielen Selfiesticks. Im Flower Dome gab es zum chinesischen Neujahr wunderschöne Dekoration, welche als tolles Fotomotiv diente. So zog diese Deko auch umso mehr Menschen an.

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Flower Dome in Singapur
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Flower Dome in Singapur

Regenschirmbäume, Little India, Singapur

Die kleinen süßen künstlichen Bäume in Singapur sind ein echter Geheimtipp (und angeblich gar nicht mehr vorhanden, habe ich gehört). Mit kleinen Elefanten-Figuren geben sie ein schönes Motiv und einen tollen Ort zum Verweilen her. Doch auch hier gilt: der frühe Vogel und so. Denn je später am Tag es ist, desto voller wird es dort und auch umso dreckiger. Ja, Singapur ist mega sauber. Aber der Stadtteil Little India spiegelt das nicht unbedingt wider.

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Regenschirmbaum in Little India, Singapur

 

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Regenschirmbäume in Little India, Singapur

An dieser Stelle fallen mir noch einige Orte ein, die ich leider nicht fotografisch festgehalten habe. So ist zum Beispiel der Parque Güell in Barcelona ein sehr überlaufener Ort, ebenso wie Las Ramblas. Jakarta war sehr sehr dreckig, nur die touristischen Orte waren gepflegt.

Machen wir uns nichts vor: viele schön dargestellte Orte, entsprechen nicht hunderprozentig der Wahrheit.

Habt ihr Orte oder Sehenswürdigkeiten, die ihr mit einer ganz hohen Erwartung besucht habt und dann aufgrund von Menschenmassen oder Müllbergen enttäuscht wurdet?

Wenn ihr ebenfalls mitgemacht habt bei der Blogparade, postet mir gerne eure Links zu den Beiträgen in die Kommentare.

31 Kommentare zu „Die schönsten Fotospots – und die Wahrheit dahinter

  1. Hey Michelle,
    das Problem, ein möglichst „menschenfreies“ Bild zu schießen kenne ich auch. Nicht nur, dass es oft voll ist, sondern auch, dass die meisten Leute so egoistisch sind, ist ein Problem. Mir passiert es ständig, dass ich mich mit Kamera hinstelle, warte, bis der Letzte endlich aus dem Fokus verschwindet und dann tappt irgendjemand doch vor die Linse und positioniert sich, um vom Partner abgelichtet zu werden.
    Meist werden die noch unverschämt, wenn man sagt, dass man hier schon eine Weile steht und jetzt gerne abdrücken würde.
    Liebe Grüße
    Liane

  2. Liebe Michelle,
    ja, so ging es mir leider auch schon oft. In Neuseeland am Gletscher, in Kalifornien bei den Robben. Manchmal ist es fast schon ein bisschen frustrierend. Ich freu mich schon darauf, endlich wieder außerhalb der Saison reisen zu können. 🙂 Also nur noch 15 Jahre. 🙂
    LG
    Charnette

  3. Oh, gerade in Japan kann ich mir vorstellen, dass man sehr früh aufstehen muss.
    Meistens stört mich das mit den Menschen auch nicht. Aber manche Attraktionen, wie das IAmsterdam, da nervt es schon, wenn da jeder jedem ins Bild rennt 😀

  4. Das sind echt interessante Vergleiche, die du da zeigst. Ich selbst bin bisher nicht viel rumgekommen und kann oft nicht erkennen, ob die Bilder “gefaked” sind oder ob die Orte wirklich so traumhaft sind.

  5. Schöner Beitrag! Deshalb geht mein Mann, der Fotograf des Hauses, ja so gerne ganz zeitig morgens Fotografieren, weil da ist es wirklich oft Menschenleer. Von der Mona Lisa war ich damals auch enttäuscht, aber eher weniger von den Menschen davor, sondern das das Bild nur so klein ist eigentlich ;-).
    LG aus Norwegen
    Ina

  6. Liebe Michelle,
    ich stimme dir zu, tolle Ecken, die dann komplett von Menschenmassen überlaufen sind machen einfach wenig Spaß. In Amsterdam am IAmsterdam ging es mir wie dir. Ich sah vor lauter Menschen kaum die Buchstaben. Das ist wahrscheinlich ein Problem, was immer mehr zunimmt. Denn wir werden rapide schnell mehr Menschen und Reisen wird immer leichter.
    Liebe Grüße, Katja

  7. Hallo Michelle,
    originelle Idee mit den Fotos, das sieht so aus wie die Vorher-Nachher Fotos, Aber es stimmt schon, für manche Fotos muss man lange warten oder die richtige Perspektive finden 🙂
    Viele Grüße
    Wolfgang

  8. Das ist so eine tolle Blogparade! Bin gestern zufällig drauf gestoßen und werde mich auf jeden Fall auch noch daran beteiligen! Den Trick mit dem „I amsterdam“-Bild kannte ich gar nicht! Ist ja cool!! Werde ich sicher mal ausprobieren. Mein Bild sieht jedenfalls ähnlich wie dein zweites Bild aus.
    Toll, dass du dich an dieser Blogparade beteiligt hast!
    Liebe Grüße
    Julie

    1. Danke, liebe Julie!
      Da bin ich auf deinen Beitrag ja gespannt 🙂
      Von der Rückseite wollte das halt so gut wie keiner haben, da es ja spiegelverkehrt ist.
      Ein bisschen Tricksen ist ja erlaubt :))

  9. Der Dom in Helsinki war im Januar nicht ganz so voll aber überall standen auch riesige LKWs um den Platz rum. SO konnte ich die schönen Häuser dort nicht fotografieren. Ähnlich ist es ja auch in Berlin am Brandenburger Tor oder am Dom. Nun ja, wir Reiseblogger haben sicher auch einen Anteil daran, dass die Sehenswürdigkeiten so überlaufen sind. 😉 Liebe Grüße Sabine

    1. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Und zurzeit ist das Brandenburger Tor voll von Leinwänden und Co. aufgrund der Fanmeile, wegen der WM.
      Ja, das denke ich tatsächlich auch. Aber die Sehenswürdigkeiten sind ja eigentlich fast überall überlaufen. Da tragen wir alle unseren Anteil zu bei 😉

  10. Ach ich mag solche Beiträge! Mal das reale Leben zeigen! Und ja die Bilder sind wie Tag und Nacht! Tolle Zusammenstellung! Ich habe im Urlaub auch meistens keine 1-2 Stunden Zeit um für den Best-Shot zu warten, daher habe auch ich solche Bilder von Sehenswürdigkeiten….ungern, aber manchmal drücke ich dann auf den Auslöser.

  11. Liebe Michelle,
    wirklich eine tolle Auswahl und eine Begebenheit, die wohl jeder kennt. Mir erging es bei meiner letzten Pragreise so. Selbst im Februar, bei eisig kaltem Wetter, war die Stadt so voll, dass Fotos ohne Menschen nicht machbar waren. Das hab ich so auch noch nicht erlebt. Manchmal ist das Fotografieren auf Reisen schon eine echt Heruasforderung erfordert viel Geduld. Vielleicht auch eine Geduldsprobe für einen selbst. 😉
    Viele liebe Grüße
    Kathi

  12. Hi Michelle,
    da zeigst du auch ein paar tolle Beispiele, die so richtig schön zeigen, wie es wirklich ist
    Liebe Grüße
    Flo

  13. Sehr coole Foto Parade! Es ist echt krass wie anders manche Orte dann tatsächlich aussehen. Viele werden zu den besten Zeiten fotografiert und viel mit Photoshop nachbearbeitet, sodass man manchmal echt sehr enttäuscht ist, wenn ein Ort dann völlig anders aussieht. :/
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende! 🙂
    Liebe Grüße aus Berlin,
    http://www.ChristinaKey.com

  14. Moin,
    das IAmsterdam ist wirklich „schlimm“. Leider habe ich auch noch kein „vernünftiges“ Bild davon geschossen. Beim Dom in Helsinki war es im Dezember nicht ganz so schlimm, aber Menschen hat man immer drauf. Ich hatte im Mai dieses Erlebnis in Krakau. Die Stadt war so unfassbar voll, dass man auf gar keinen Fall ein Bild ohne Menschen hinbekommen hat.
    Beste Grüße aus dem Norden
    Tobias

    1. Moin Tobias!
      Vielen Dank! Ja, das IAmsterdam war doch recht problematisch. Finde das Foto von der Rückseite doch ganz gelungen. Der Dom ist mal so mal so, würde ich behaupten. Will definitiv nochmal hin. Und in Krakau war ich noch nie. Aber ich kann mir das ganz gtu vorstellen. Jakarta war auch total überlaufen.

  15. schöne Idee, viel spannender als das Glatte und Glänzende, das man schon kennt und so leblos wirkt. Genau diesen anderen Blick auf die Städte versuche ich auch in Athen zu üben…

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