160 Tage Asien: Ein Resümee

Das Auslandssemester endet heute und ich trete heute, am 30.03. um 22:55 Uhr nach Singapur-Zeit, den Heimflug an. Ich bin sehr froh, endlich wieder nach Hause zu können und meine Familie und Freunde wiederzusehen. An Ostern feiern wir also Weihnachten, Neujahr, die Verlobung und Ostern zusammen. Was für ein Fest 😀

Ich habe vieles Spannendes in den knapp sechs Monaten erlebt, besonders die Trips nach Kuala Lumpur und Jakarta waren toll. Aber der Aufenthalt in Asien war ein einziges Auf und Ab. Am Anfang habe ich so gar keinen Anschluss gefunden, die Arbeitsgruppe ist sehr in das Konkurrenzdenken vertieft. So kann es sein, dass man schon was vorbereitet hat an einem Gerät, man wiederkommt und sich einfach ein anderer vorgedrängelt hat. Außerdem unterhalten sich fast alle ausschließlich auf Chinesisch. Auch wenn Leute dabei sind, die nichts verstehen. Man fühlt sich ausgegrenzt. Also den Anschluss in der Uni zu finden, wenn man keine Kurse zusammen belegt, ist wirklich schwierig.

Auch machen die Kollegen nicht wirklich was miteinander nach der Uni oder am Wochenende. Eigentlich hab ich fast alles auf eigene Faust unternommen, oder hab mir andere Blogger und Reisende gesucht, oder ich hab ganze Tage verschlafen, einfach damit diese rumgehen und ich mich nicht einsam fühle. Es war anfangs wirklich nicht schön. Und von dem ganzen Bürokratiekram am Anfang fang ich gar nicht erst an. Hallelujah!

DSCN6503
Regenschirmbaum in Little India

Aber zum Ende hin wurde es viel besser. Eine neue Kollegin, die nach mir in die Arbeitsgruppe kam, war die erste, die mich von sich aus anquatschte, die auch wirklich mit mir Mittagessen ging und die mich zu sich nach Hause eingeladen hat. Wir haben Zeit mit ihrer super lieben Familie verbracht, die mich sogar für meinen letzten Abend zum Grillen eingeladen hat. Ich konnte am Ende nochmal richtig aufblühen. Und auch die Arbeitsgruppe war an den letzten Tagen so aufgeschlossen wie nie vorher. Plötzlich wollten alle was mit mir machen am letzten Abend und haben gefragt, ob ich wiederkomme. Wäre das so die knappen sechs Monate über gewesen, dann wäre das Auslandssemester eine viel schönere Erfahrung gewesen. Aber so habe ich beide Seiten kennen gelernt und durfte viele Menschen von der ganzen Welt kennen lernen.

Nur das Klima – das ist nicht meins. Schwülwarme 35 Grad mit 80% Luftfeuchtigkeit enden bei mir leider eher in Migräne, als in Freude.

Genug geschwafelt, jetzt gibt es Fakten über Fakten:

Tage in Asien: 160

Höchste Temperatur: 35 °C (gefühlte 42 °C)

Tiefste Temperatur: 21.9 °C (ein Schock für alle Einwohner!)

Sonnenbrände: 2

gesehene Geckos im Zimmer: 15 (Dunkelziffer höher, die Kackhäufchen auf meinem Schreibtisch haben sie verraten)

Regentage: >100 (hab irgendwann aufgehört mitzuzählen)

Gewitter: >50 (siehe oben :D)

Länder besucht: 3 (Singapur, Malaysia, Indonesien)

Plumpsklos und Popoduschen benutzt: 0 und 3

schönster Sonnenuntergang: der pinkeste Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe!

leckerstes Essen: Satay-Spieße und Butter Crab

Butter Crab
Butter Crab (sorry für die miese Qualität :D)
Satay Spieße
Satay Spieße

ungewöhnlichstes Essen: Silberfische, Durianbonbons und irgendwas schwammartiges, das in meinem ersten Yong Tau Foo war 😀 Und Durian selbst, wobei die gar nicht so übel war!

gebratene Silberfische
gebratene Silberfische
WP_20180325_17_45_05_Pro
frische Durian

Lieblingscafé: Das Katzencafé, definitiv!

Schönste Ereignisse: meine Verlobung im Marina Bay Sands, die Lichtershows und das Schwimmen im Infinity Pool <3

Unschöne Ereignisse: die fiesen Zahnschmerzen mit der noch fieseren Zahnarztrechnung, der angeknackste Fuß nachdem ich graziös aus dem Bus gefallen bin

Was hätte ich gerne noch gesehen?

Ich wäre liebend gerne noch für ein Wochenende nach Bangkok geflogen und hätte mir auch super gerne Angkor Wat in Kambodscha angesehen. Aber war die Zeit da, war das Geld nicht da und vice versa.

Was habe ich vermisst?

Familie und Freunde sowieso, das steht außer Konkurrenz. Aber einfach vernünftig kochen zu können, ihr glaubt nicht wie schrecklich das sein kann, keinen Ofen zu haben. Und das, was die hier Küche nennen ohne irgendwas zu stellen (also im Hostel), abgesehen von einem Topf, einer Pfanne, einer Platte, einem Pfannenwender und einer Mirkowelle für 8-16 Personen.. Ich rede seit Oktober von Lasagne! In Deutschland will ich Lasagne!

Was werde ich vermissen?

Die wahnsinnig schöne Skyline ums MBS herum und die Lichtershows. Und das Katzencafé mit seinen lieben Mitarbeitern 🙂 Und vielleicht auch ein paar Menschen 🙂

 

 

 

 

 

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.